Fussball
«Endlich ohne Gegentor»: Der Teammanager des FC Rotkreuz ist zufrieden mit der Partie

Der FC Rotkreuz gewinnt gegen Köniz mit 1:0 in der 1. Liga. Das einzige Tor der Partie fiel kurz vor Schluss.

Martin Mühlebach
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Guto Cappellini vom FC Rotkreuz (ganz links) im Kopfballduell.

Guto Cappellini vom FC Rotkreuz (ganz links) im Kopfballduell.

Bild: Jan Pegoraro (Rotkreuz, 10. September 2022)

Nach der 0:7-Klatsche vor Wochenfrist in Thun legte Rotkreuz im Spiel gegen Köniz den Fokus auf eine saubere Abwehrleistung. Und da auch die Berner mit dieser taktischen Grundausrichtung antraten, entwickelte sich ein Spiel, das die Zuschauer nicht sonderlich zu erwärmen vermochte.

Einige der 200 Zuschauer wollten sich schon langsam auf den Heimweg machen, als doch noch Spannung aufkam. In der 87. Minute fingen die Könizer einen Corner der Rotkreuzer ab und konterten. Die weit aufgerückten Gastgeber vermochten diesen Gegenangriff kurz vor ihrem Strafraum nur noch durch ein Foulspiel zu stoppen – Freistoss aus 20 Metern. Dieser zischte neben das Gehäuse des Goalies Joao Ngongo.

Der Goalgetter sorgt für den Sieg

Den letzten Angriff der Partie lancierte Rotkreuz. Aussenverteidiger Simon Grether spurtete der Seitenlinie entlang nach vorne. Beinahe auf der Grundlinie angekommen, spielte er den Ball flach zur Mitte, wo ein Tohuwabohu entstand. Mittelstürmer Genc Krasniqi reagierte schliesslich geistesgegenwärtig und traf zum 1:0 – es war das einzige Tor der Partie.

Der Siegtorschütze, der zum vierten Mal in der Meisterschaft getroffen hatte, lobte nach dem Schlusspfiff die Abwehr: «Es war wichtig, dass wir hinten gut standen. Das gab dem Team die nötige Sicherheit, um in Ruhe agieren zu können.» Der kopfballstarke Stürmer hofft, dass er in den nächsten Partien mit Flankenbällen versorgt wird. «Wenn dies gelingt, werden wir einen grossen Schritt nach vorne machen», prophezeit er.

Der Rotkreuzer Trainer René Erlachner befand: «Ich habe dem Team vertraut, das in Thun einen schwachen Tag eingezogen hat. Das Vertrauen hat sich gelohnt, weil wir ruhig geblieben sind.»

Dass die Partie vom Berichterstatter als wenig attraktiv bezeichnet wurde, stiess René Erlachner sauer auf. «Da haben Sie wahrscheinlich einen anderen Match gesehen als ich», sagte er und zog von dannen. Der Teammanager René von Euw sagte besänftigend: «Wichtig sind die drei gewonnen Punkte und die Tatsache, dass wir im fünften Meisterschaftsspiel endlich mal ohne Gegentor geblieben sind. Aber», fügte er hinzu, «es ist noch nicht alles Gold was glänzt.»

Rotkreuz – Köniz 1:0 (0:0)
Sportpark Kunstrasen. – 200 Zuschauer. – Tor: 92. Krasniqi 1:0.
Rotkreuz: Ngongo; Grether, Latifi, Lucas Claser, Emini; Nabarro, Campello Pes; Guto Cappellini (65. Sacirovic); Allou, Krasniqi, Palatucci (65. Wellington).
Köniz: Kilchhofer; Kuzmanovic, Stauffiger, Glarner, Wyder; Köppel, Michel, Causi (93. Rinaldo); Lukarov (65. Machado), Mejdi (78. Hajrullahu), Bajric (65. Johannsmeier).