Obwalden
Das interne Kontrollsystem führt beim Kanton zur Erhöhung der Personalressourcen

Nachdem im April die Einführung des IKS in der kantonalen Verwaltung beschlossen wurde, hat der Regierungsrat nun die Ausführungsbestimmungen dazu erlassen.

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Die Kantonale Verwaltung Obwalden in Sarnen.

Die Kantonale Verwaltung Obwalden in Sarnen.

Bild: Philipp Unterschütz (Sarnen, 5. Juli 2021)

Im April 2021 hat der Obwaldner Regierungsrat beschlossen, ein einheitlichen internes Kontrollsystem (IKS) in der kantonalen Verwaltung einzuführen. Das kantonale Finanzvermögen soll damit besser geschützt werden. Denn obwohl viele Ämter der kantonalen Verwaltung interne Kontrollen der finanzrelevanten Prozesse durchführen, würden bei der Umsetzung und deren Ausmass erhebliche Unterschiede bestehen.

Nach einer systematischen internen Überprüfung und nachdem das Finanzdepartement die nötigen Grundlagen dazu erarbeitet hat, hat der Regierungsrat nun die Ausführungsbestimmungen dazu erlassen. Laut Mitteilung des Kantons sei ihm dabei wichtig, dass sich das IKS auf die wesentlichen finanziellen Risiken beschränke und pragmatisch umgesetzt werde.

Ein nicht zu unterschätzender Mehraufwand

In der kantonalen Verwaltung sei das notwendige Know-how für eine einheitliche Einführung eines IKS nicht vorhanden – darum unterstütze die BDO AG Luzern den Einführungsprozess fachlich. Weiter wird während der Einführungsphase in der Finanzverwaltung eine IKS-Fachstelle geschaffen. Die Einführung und der Betrieb eines IKS würden einen nicht zu unterschätzenden Mehraufwand bedeuten, heisst es in der Mitteilung weiter: Sie komme einer Ausweitung des bestehenden Leistungsauftrags gleich. Um diese zusätzlichen Aufgaben wahrnehmen zu können, werden die Personalressourcen in der Finanzverwaltung befristet bis 31. Dezember 2023 um 20 Stellenprozent erhöht.

Um die Kontrollen im Rahmen des IKS in der Verwaltung professionell durchführen zu können, werde ein IT-Tool eingeführt. Der Zeitplan sehe dabei vor, dass das Finanzdepartement im Jahr 2022 als Pilotprojekt ein einheitliches IKS erhalten werde. Im Jahr 2023 folgen dann die Staatskanzlei und die anderen Departemente. (mah)