Abstimmung
Willisau lehnt das Mediengesetz knapp ab

Viermal Nein: So hat Willisau bei der eidgenössischen Abstimmung entschieden. Hier finden Sie alle Details zum Resultat in der Gemeinde.

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Die Ergebnisse in Willisau: 50.9 Prozent Nein zum Medienpaket

Die Ergebnisse in Willisau: 50.9 Prozent Nein zum Medienpaket

(chm)

Zum Mediengesetz hat es in Willisau ein Nein gegeben. Mit 49.1 Prozent Ja-Anteil wiesen die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde aber noch einen der grössten Ja-Stimmenanteile im Kanton Luzern auf (Rang 4). 55 Prozent Nein lautete das Ergebnis zum Mediengesetz im Kanton Luzern. Auf nationaler Ebene hiess das Resultat 54.6 Prozent Nein.

Bei Vorlagen, die sich um die öffentliche Finanzierung der Medien drehten, hat Willisau in den vergangenen Jahren folgendermassen abgestimmt: Zur No-Billag-Initiative zur Abschaffung der Fernseh- und Radiogebühren stimmte die Gemeinde 2018 73.6 Prozent Nein. Beim Systemwechsel zu einer geräteunabhängigen Empfangsgebühr (RTVG-Gesetz, 2015) sagte die Gemeinde 50.4 Prozent Nein.

Die No-Billag-Initiative hatte keine Chance vor dem Volk und wurde mit 71,6 Prozent Nein abgelehnt. Das RTVG-Gesetz kam dagegen zustande, wobei die Befürworter nur gerade mit rund 3600 Stimmen Unterschied gewannen.

Beim Mediengesetz ist ein deutlicher Röstigraben erkennbar. Die Ja-Stimmenanteile unterscheiden sich zwischen der deutschen und der französischen Sprachregion um rund 15 Prozentpunkte. In der Deutschschweiz sagte die Bevölkerung 58 Prozent Nein zum Mediengesetz, in der Romandie hiess es 57 Prozent Ja. In den italienischsprachigen Gebieten lautete das Resultat 53 Prozent Nein.

Abschaffung der Emissionsabgabe scheitert deutlich

Die Gemeinde Willisau hat klar Nein gesagt zur Abschaffung der Emissionsabgabe, und zwar mit 61.3 Prozent der Stimmen. Mit einem ähnlichen Nein-Stimmenanteil von 60.6 Prozent lehnte auch der Kanton Luzern die Vorlage ab. Das Schweizer Stimmvolk stimmte 62.7 Prozent Nein.

In der Deutschschweiz sagte die Bevölkerung 64 Prozent Nein zur Abschaffung der Emissionsabgabe, in der Romandie hiess es 61 Prozent Nein. In den italienischsprachigen Gebieten lautete das Resultat 55 Prozent Nein.

Tabakwerbeverbot scheitert deutlich

Die klare Mehrheit der Abstimmenden in Willisau hat zum Tabakwerbeverbot Nein gestimmt. Mit einem Nein-Anteil von 60.8 Prozent verwirft die Gemeinde die Vorlage. Auch der Kanton Luzern sagte Nein, allerdings deutlich weniger wuchtig, nämlich mit 52.9 Prozent Nein. In der Schweiz lautete das Ergebnis 56.6 Prozent Ja.

Über eine Raucher-Vorlage stimmte die Schweiz zuletzt vor fast zehn Jahren ab, nämlich über die Volksinitiative zum Schutz vor Passivrauchen. Die Schweiz lehnte sie ab (66 Prozent Nein). In Willisau lautete das Resultat: 73.7 Prozent Nein.

Die Bevölkerung in den städtischen Gebieten sagte mit 60 Prozent Ja zum Tabakwerbeverbot, in den ländlichen gab es 50.9 Prozent Nein. In den Gebieten, die sich weder den Städten noch dem Land zuordnen lassen (intermediäres Gebiet) lautete das Resultat 53 Prozent Ja. Nach der Definition des Bundesamts für Statistik zählt Willisau zu diesem intermediären Raum und stimmte somit anders ab als die Mehrheit in diesem Raum.

Zwar entschieden die Deutschschweiz und die Romandie beim Tabakwerbeverbot gleich. Dennoch ist ein Röstigraben erkennbar, unterschied sich das Resultat zwischen den Sprachregionen doch um beachtliche 13 Prozentpunkte.

In der Deutschschweiz sagte die Bevölkerung 53 Prozent Ja zum Tabakwerbeverbot, in der Romandie hiess es 67 Prozent Ja. In den italienischsprachigen Gebieten lautete das Resultat 58 Prozent Ja. Die Gemeinde Willisau stimmte also anders ab als ihre Sprachregion.

Wuchtiges Nein zum Tierversuchsverbot

Nein zum Tierversuchsverbot in Willisau: Eine sehr deutliche Mehrheit von 85.2 Prozent der Stimmenden lehnten die Vorlage ab. Auch der Kanton Luzern lehnte die Vorlage ab, allerdings weniger deutlich. Der Nein-Stimmenanteil betrug 81.1 Prozent. Zur Erinnerung: In der Schweiz lautete das Resultat 79.1 Prozent Nein.

Mit 45.2 Prozent lag die Stimmbeteiligung in Willisau tiefer als im Kanton Luzern (46 Prozent). Schweizweit lag die Stimmbeteiligung bei 44.1 Prozent.

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Dieser Text ist mit Unterstützung eines Algorithmus erstellt worden.