Grossfusion
Grossfusion in der Schweiz: Der Genfer Aromen- und Riechstoffhersteller Firmenich geht mit dem niederländischen Chemiekonzern DSM zusammen

Der fusionierte Konzern plant einen Doppelhauptsitz in Kaiseraugst im Kanton Aargau und in den Niederlanden.

Daniel Zulauf
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Der Hauptsitz von Firmenich in Genf.

Der Hauptsitz von Firmenich in Genf.

Bild: Keystone

Aus dem geplanten Zusammenschluss von Firmenich und DSM soll ein breit aufgestellter Konzern mit 38’000 Mitarbeitenden und einem kombinierten Umsatz von 11,4 Milliarden Euro werden. Die Aktionäre der Genfer Familiengesellschaft Firmenich sollen 34,5 Prozent der Anteile am neuen Gemeinschaftsunternehmen erhalten. Der fusionierte Konzern plant einen Doppelhauptsitz in Kaiseraugst im Kanton Aargau und in den Niederlanden.

Die Firmen versprechen sich aus der Fusion Synergiegewinne von 350 Millionen Euro pro Jahr. Von Stellenabbau und Restrukturierung war in den ersten Mitteilungen an die Medien nicht die Rede. Firmenich betreibt in Genf einen grossen Produktionsstandort für Aromen- und Riechstoffe. Der Hauptsitz des für DSM wichtigsten Geschäftsbereichs Nahrungsmittelzusätze und Tierernährung befindet sich in Kaiseraugst.

Firmenich ist eine direkte Konkurrentin der weltweit führenden Aromen- und Richstoffherstellerin Givaudan mit Sitz in Genf. Vor wenigen Jahren hatte die direkte Verfolgerin von Givaudan, die amerikanische International Flavour and Fragrances (IFF), das Nahrungsmittelzusatzgeschäft des Chemiekonzerns Du Pont übernommen und so eine neue Ausgangslage in der Industrie geschaffen.