Highlight Event and Entertainment
Der Champions League-Vermarkter musste über die Bücher

Die Mediengruppe Highlight Event and Entertainment präsentiert mit Verspätung ihren Abschluss: Mit einer happigen Korrektur in der Bilanz.

Christian Mensch
Drucken
Die Vermarktung der Champions League ist der wichtigste Ertragspfeiler der Schweizer Mediengruppe Highlight Event and Entertainment.

Die Vermarktung der Champions League ist der wichtigste Ertragspfeiler der Schweizer Mediengruppe Highlight Event and Entertainment.

Yoan Valat / EPA / keystone-sda.ch

Die Schweizer Mediengruppe Highlight Event and Entertainment (HLEE), die mit ihrer Luzerner Tochterfirma Team Marketing die Klubwettbewerbe der Uefa vermarktet, hat die Bilanz umschreiben müssen. Bei den Abschlussarbeiten habe man bemerkt, dass 2017 bei der Konsolidierung des deutschen Constantin-Filmgeschäfts Fehler bei der Bewertung unterlaufen seien. Mit der Korrektur schrumpft nun die Bilanzsumme um gut 90 Millionen auf 875 Millionen Franken.

Die Börsenaufsicht hatte für die Revision des Abschlusses einen Aufschub bis Ende vergangener Woche gewährt, was bis auf die letzten Stunden ausgenutzt wurde.

Die Pensionskasse von Victorinox gibt Darlehen

Aus dem nun publizierten Abschluss ist ersichtlich, dass die Fremdverschuldung des Medien- und Vermarktungskonzerns zwar nicht angestiegen ist, rund 100 Millionen Franken jedoch nicht mehr lang-, sondern kurzfristige Schulden sind. Der Konzern räumt ein, dass bei einer Tochterfirma die Kreditbedingungen nicht eingehalten wurden und der Kreditgeber deshalb eine vorzeitige Rückzahlung hätte erwirken können. Im Mai konnte eine Vereinbarung getroffen werden, dass der Kredit als nun kurzfristige Verbindlichkeit bestehen bleibt.

Nach der Umwandlung von Darlehen in Aktien ist der Luzerner Treuhänder Alexander Studhalter mittlerweile der grösste Einzelaktionär mit 26,4 Prozent, gefolgt von Konzernchef und Ex-FCB-Präsidenten Bernhard Burgener mit 18,5 Prozent. Ebenfalls über zehn Prozent hält Victorinox. Die Zentralschweizer Messerschmiede hat über ihre Pensionskasse der Highlight-Holding auch rund 25 Millionen Franken an Darlehen zur Verfügung gestellt. (cm)