Gelber Riese

Wird die Postfinance teilprivatisiert?

Ausfall bei der Post: Am Mittwoch sind zahlreiche Online-Dienste von Post und PostFinance während mehrerer Stunden ausgefallen. (Archivbild)

Ausfall bei der Post: Am Mittwoch sind zahlreiche Online-Dienste von Post und PostFinance während mehrerer Stunden ausgefallen. (Archivbild)

Post-Präsident Urs Schwaller hält eine Auslagerung der Postfinance für denkbar, wie er im Interview mit der «Schweiz am Wochenende» sagt. Die Postfinance brauche mehr Handlungsfreiheit.

Die Postfinance ist der Geldesel der Post: Sie steuert rund zwei Drittel zum Gewinn des Bundesbetriebs bei. Doch laut dem Post-Verwaltungsratspräsidenten Urs Schwaller braucht Postfinance mehr Handlungsfreiheit. Heute darf sie beispielsweise keine Kredite vergeben. «Die Postfinance hat mit dem Kreditverbot Nachteile. Wir müssen uns dort andere Formen überlegen», sagt Schwaller in einem Interview, das die «Schweiz am Wochenende» am Samstag veröffentlicht.

Die Postfinance ist eine Aktiengesellschaft, die zu 100 Prozent der Post gehört, welche ihrerseits im Bundesbesitz ist. Schwaller könnte sich das Swisscom-Modell vorstellen: 51 Prozent der Aktien beim Bund und 49 Prozent bei Privaten. «Es gibt einzelne Bereiche, die ausgelagert werden können. Wie eben die Postfinance», sagt Schwaller. Ansonsten erteilt er Privatisierungen eine Absage. In der Grundversorgung, sagt der Verwaltungsratspräsident, würde eine Privatisierung «im Albtraum enden». 

Der frühere CVP-Politiker Schwaller will die Post fit für die Zukunft machen. Der Wandel des Unternehmens werde dazu führen, dass die Post künftig wohl unvermeidlich weniger Arbeitsplätze anbieten werde, sagt er in dem Interview weiter.

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