Bei der Arboner Arbonia-Gruppe stehen die Zeichen auf Angriff. CEO Alexander von Witzleben erklärte bei der Präsentation der Halbjahreszahlen, dass man in Europa die Marktführerschaft anstrebe. Dafür sind bereits durch Akquisitionen und die Strategie die Weichen gestellt worden. Weitere Firmenzukäufe seien geplant, so der Konzernchef. Der Turnaround der Arbonia-Gruppe sei inzwischen abgeschlossen; nun stehe als primäres Ziel eine Optimierung an.

Umsatz und Profitabilität des Unternehmens seien gesteigert worden, wobei aber mehrere Sondereffekte Betriebsergebnis und Konzerngewinn des Thurgauer Bauausrüsters im ersten Semester 2019 beeinflusst haben. Für das zweite Halbjahr rechnet von Witzleben mit deutlich besseren Zahlen. Vor allem weil mehr als die Hälfte des Gruppenumsatzes jeweils in der zweiten Jahreshälfte erzielt werde. Der CEO betonte auch, dass man sich ganz auf Europa konzentriere. Besonders Osteuropa sei ein Wachstumsmarkt. In Russland ist eine neue Fabrik gebaut worden, die demnächst eröffnet wird. Aus dem Überseegeschäft hat sich die Arbonia ebenso verabschiedet wie aus Grossbritannien. Von Witzlebens Credo ist es zunächst, die Profitabilität zu steigern. Aufträge mit geringen Margen habe man deshalb auch schon der Konkurrenz überlassen. Das gelte insbesondere für das Türengeschäft.

Inlandmarkt bleibt wichtig

Das Inlandgeschäft soll trotz der Abwicklung des Standortes Altstätten mit Egokiefer nicht an Bedeutung verlieren. Von Witzleben erklärt: «Wir haben ein margenstarkes Geschäft in der Schweiz, das für uns nachhaltig wichtig ist.» Von Witzleben fährt fort, dass aufgrund des hohen, aufgestauten Sanierungsbedarfs bei Altbauten eine Verlagerung vom Neubau- hin zum Renovierungsgeschäft abzusehen sei. Darauf sei die Arbonia vorbereitet.

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