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«Sternen» in Lenzburg geht am Mittwoch wieder auf

Die alt-ehrwürdige Wirtschaft im Herzen der Altstadt hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Nun steht ein weiterer Neubeginn an.

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Sternen Lenzburg

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Aargauer Zeitung

Heiner Halder

In der Lenzburger Wirtschafts-Geschichte wird beim alt-ehrwürdigen «Sternen» wieder einmal ein neues Kapitel eröffnet. Das markante Gasthaus am Fuss der Burghalde hat schon viele Wechsel über sich ergehen lassen müssen, und jede neue Nutzung war ein Spiegelbild des jeweiligen gastronomischen Zeitgeistes.

Der «Sternen» war vor Zeiten eine Taverne mit entsprechenden Pflichten und Rechten. Dann wurde er zum Hotel mit alkoholfreiem Restaurant umgepolt. Eine Hochblüte erlebte die Liegenschaft in der Form des Pick-Wick-Pubs; das «Piwi» war das In-Lokal der Jugend wo, etwa mit «Master Pflaster», auch musikalisch oft die Post abging. Es folgte eine Aera als gut bürgerliche Speisewirtschaft. Das Comeback von Mr. Pickwick darnach missriet allerdings, so wie andere gastronomische Gehversuche wechselnder Pachtinhaber auch. Hoch gesteckte Erwartungen in das «Stadtcafé Imperial Sternen» nach Wienerischem Vorbild endete nach zwei Jahren im Desaster.

Neubeginn unter neuem Namen

Der neue Stern am Lenzburger Wirtschaftshimmel verzichtet zwar auf diesen Namen: Unter der neuen Marke «Snack Bar Restaurant Lenzburg Imperial» startet Artur Mestre am Mittwochnachmittag zu einem weiteren Neubeginn. Die Voraussetzungen scheinen gut, denn der neue Pächter führte während vier Jahren erfolgreich das Restaurant Imperial im Malagahaus. Deshalb führt er zumindest den Begriff «Imperial» mit mehr Berechtigung als sein gescheiterter Vorgänger. Das portugiesische Spezialitätenrestaurant war, schon der versteckten Lage wegen, im wahrsten Wortsinn ein Geheimtipp, verfügte allerdings über eine zufriedene Stammkundschaft. Diese Beiz führen die kurdischen Familien Hamed und Mette unter dem Namen «Ala Palas» weiter.

Vom Pub zu Portugal

Artur Mestre bietet seine portugiesischen Spezialitäten selbstverständlich neben der «normalen» Karte auch im Gasthaus an der Aavorstadt an. Er serviert Frühstück, fünf Mittagsmenüs und natürlich eine reichhaltige Karte am Abend. Feldschlösschen bleibt Bier-Parater, dazu auch das Weissbier und portugiesisches Bier sowie ein Sortiment portugiesischer Weine.

Der neue Imperial-Wirt verspricht moderate Preise, was ihm durch Direktimport ermöglicht wird; seine Familie führt nämlich auch die «Casa Mestre» in Staufen mit portugiesischen, spanischen und brasilianischen Spezialitäten. Im erneut sanft sanierten und umgebauten Lokal wurde ein Speisesääli mit 40 Plätzen eingerichtet, an der Bar und den Cafétischchen finden 20 bis 30 Personen Platz und auch der lauschige Kastaniengarten bleibt erhalten. Artur Mestre kocht selber, seine Frau Isabel hilft im Service und die Bar wird von Maribelle und Jeannette betreut.

Eröffnung am Mittwochnachmittag

Die Neueröffnung wird am Mittwoch ab 16 Uhr mit Gratis-Apéro gefeiert. Das Restaurant ist an sieben Wochentagen, nämlich Montag bis Donnerstag von 8 bis 24 Uhr, Freitag von 8 bis 1.00 Uhr und am Samstag/Sonntag von 10 bis 1.00 Uhr geöffnet. Familie Mestre hofft, nebst ihren treuen schweizerischen und portugiesischen Stammgästen neue zufriedene Kunden zu gewinnen. Geben wir ihnen die Chance.

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