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Schwache Einzelhandelszahlen drücken US-Börsen ins Minus

Verluste an der Wall Street

Verluste an der Wall Street

Schlechte Nachrichten vom US-Einzelhandel haben für Verluste an der Wall Street gesorgt. Händler werteten das unerwartete Umsatzminus im März als Beleg, dass die US-Wirtschaft die Krise noch lange nicht überwunden hat.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor 1,7 Prozent auf 7920 Punkte. Dabei pendelte er zwischen 7902 und 8057 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 lag zwei Prozent niedriger bei 841#Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 1,7 Prozent nach auf 1625 Punkte.

Schlechte Einzelhandelszahlen lasteten unter anderem auf den Titeln von Branchenprimus Wal-Mart, die 0,8 Prozent einbüssten. Die Papiere der US-Kaufhauskette Macy's brachen um 7,3 Prozent ein. Auch Energiewerte gerieten infolge der Daten unter Druck. Die Aktien von Exxon Mobil verloren 0,5 Prozent, die von Rivale Chevron gut zwei Prozent.

Positive Nachrichten gab es dagegen aus dem Finanzsektor. Goldman Sachs verdiente dank kräftiger Zuwächse im Anleihe- und Devisengeschäft mitten in der Rezession 1,66 Milliarden Dollar und damit doppelt so viel wie erwartet. Die Aktien des Instituts stürzten jedoch um 11,6 Prozent ab, weil sich die Bank per Kapitalerhöhung fünf Milliarden Dollar beschaffen will.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,75 Milliarden Aktien den Besitzer. 932 Werte legten zu, 2111 gaben nach und 103 blieben unverändert.

An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,23 Milliarden Aktien 867 im Plus, 1850 im Minus und 128 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 20/32 auf 99-21/32. Sie rentierten mit 2,790 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 34/32 auf 97-05/32 und hatten eine Rendite von 3,657 Prozent.

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