Quantum-Chef Jean-Claude Bastos wohl bald auf freiem Fuss

Der schweizerisch-angolanische Investor soll sich mit der angolanischen Staatsanwaltschaft geeinigt haben.

Livio Brandenberg
Drucken
Teilen
Der schweizerisch-angolanische Investor Jean-Claude Bastos auf der Baustelle seines Hochhausprojektes, ein Immobilienkomplex aus Hotel, Büros und Gewerbeeinheiten. Dieses will er mitten in der angolanischen Hauptstadt Luanda realisieren. (Bild: SRF)

Der schweizerisch-angolanische Investor Jean-Claude Bastos auf der Baustelle seines Hochhausprojektes, ein Immobilienkomplex aus Hotel, Büros und Gewerbeeinheiten. Dieses will er mitten in der angolanischen Hauptstadt Luanda realisieren. (Bild: SRF)

Der ehemalige Verwalter des angolanischen Staatsfonds, der schweizerisch-angolanische Geschäftsmann Jean-Claude Bastos, sass seit letztem September wegen Verdacht auf Veruntreuung von mehreren hundert Millionen in Untersuchungshaft in der angolanischen Hauptstadt Luanda. Nun soll sich Bastos mit der angolanischen Staatsanwaltschaft geeinigt haben, wie die «Handelszeitung» berichtet. «Der angolanische Staat hat zugestimmt, alle Beschwerden gegen Jean-Claude Bastos zurückzuziehen und das laufende Verfahren gegen ihn einzustellen», erklärte Tobias Klein demnach jüngst gegenüber Behördenvertretern. Es gebe keine weiteren Anschuldigungen.

Klein ist Finanzchef der Quantum Gruppe. Die Vermögensverwaltungsgesellschaft mit Sitz in Zug gehört grossmehrheitlich Bastos und verwaltete bis vor kurzem das Vermögen des angolanischen Staatsfonds über 5 Milliarden US-Dollar.

Kontensperren bereits aufgehoben

Gemäss «Handelszeitung» wird erwartet, dass Bastos in den nächsten Tagen aus der Untersuchungshaft entlassen wird. Dies, nachdem Anfang Jahr bereits die Kontensperren auf den Vermögenswerten seiner Firmengruppe Quantum, darunter auch in der Schweiz und Mauritius, aufgehoben wurden. Vor dem Zuger Kantonsgericht konnten die klagenden Behörden nicht nachweisen, dass die gesperrten Konten tatsächlich Bastos und nicht der Quantum-Global-Gruppe gehörten. Die Beschlagnahmung der Konten bei zwei Banken wurde deshalb aufgehoben.

Aktuelle Nachrichten