Bonuszahlungen

Obama will Manager-Bezüge staatlich gestützter Firmen kürzen

Sitz des Versicherungsriesen AIG in New York

Sitz des Versicherungsriesen AIG in New York

Im Gegenzug für die Vergabe massiver Staatshilfen will die US-Regierung laut einem Zeitungsbericht den betroffenen Unternehmen eine drastische Kürzung der Bezüge ihrer Top-Manager vorschreiben. Von der Massnahme betroffen sind demnach sieben Grossunternehmen.

Es handelt sich um jene sieben Unternehmen, die im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise die meisten Staatshilfen bekamen. Sie sollten die Gehälter in Form von Geldzahlungen an ihre je 25 bestbezahlten Führungskräfte um durchschnittlich rund 90 Prozent senken.

Dies berichtete die "New York Times" am Mittwoch in ihrer Internet-Ausgabe. Sie berief sich auf einen Plan, den das US-Finanzministerium in den kommenden Tagen veröffentlichen wolle.

Bei den meisten der 175 betroffenen Managern sollen dem Bericht zufolge die vorgesehenen Geldzahlungen durch die Überschreibung von Aktien ersetzt werden, die nicht sofort verkauft werden dürfen.

Bonuszahlungen mitgerechnet sollten die Bezüge der betroffenen Führungskräfte um durchschnittlich 50 Prozent sinken. Ziel sei es, die Anreize für Manager zu verringern, unnötige Risiken bei ihren Geschäften in Kauf zu nehmen, schrieb die "New York Times" weiter.

Das "Wall Street Journal" seinerseits schrieb in seiner Online-Ausgabe, das Finanzministerium werde von den staatlich gestützten Unternehmen überdies eine Reihe von Änderungen in der Betriebsführung verlangen.

Dazu zähle die klare Trennung zwischen den Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden und des Vorstandschefs sowie die Schaffung von Ausschüssen zur Risikobewertung.

Betroffen von den geplanten Vorschriften sind dem Bericht zufolge der Versicherungsriese AIG, die Grossbanken Bank of America und Citigroup, die Autokonzerne General Motors (GM) und Chrysler und die Finanzdienstleister GMAC und Chrysler Financial.

Insbesondere die Manager für Finanzprodukte bei AIG hätten mit massiven Kürzungen ihrer Bezüge zu rechnen, schrieb das Wirtschaftsblatt. Keiner von ihnen solle mehr als 200'000 Dollar erhalten.

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