Wirtschaft

Neue EU-Vorschriften: psychologische Untersuchungen für Piloten

Flugzeug-Besatzungen dürfen künftig erweitert untersucht werden.

Flugzeug-Besatzungen dürfen künftig erweitert untersucht werden.

Die Schweiz übernimmt verschiedene neue EU-Bestimmungen für die Luftfahrt. Neben finanziellen Erleichterungen für die Flugbranche kommen erweiterte psychologische Untersuchungen für Flugzeug-Besatzungen.

(agl) Infolge der Pandemie dürften einige Unternehmen der Luftfahrtbranche mit Liquiditätsengpässen konfrontiert sein, schreibt das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) in einer Mitteilung vom Dienstag. Deshalb habe die Schweiz am Montag die Übernahme einer neuen EU-Bestimmung beschlossen, wonach die finanziellen Anforderungen für Luftfahrtunternehmen gelockert werden. Im Normalfall müssten diese in der Lage sein, ihren finanziellen Verpflichtungen für die folgenden zwölf Monate nachzukommen.

Ebenfalls übernimmt die Schweiz verschiedene Bestimmungen zur Flugsicherheit. Besatzungsmitglieder eines Fluges können künftig erweitert untersucht, psychologisch beurteilt und auf psychoaktive Substanzen getestet werden. Ebenso sollen künftig stichprobenartige Alkoholkontrollen möglich sein. Weil dazu aber das Bundesgesetz über die Luftfahrt geändert werden muss, wird diese Bestimmung in der Schweiz vorerst noch nicht in Kraft treten. Die weiteren EU-Vorschriften werden per 1. Juli übernommen.

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