Robben Island
Nelson Mandelas Gefängnis ist heute eine Gedenkstätte – und die ABB löst das Stromproblem

Statt jedes Jahr 600'000 Liter Diesel zu verbrennen, produziert eine Solaranlage der ABB Strom auf der ehemaligen Gefängnisinsel in Südafrika.

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18 Jahre lang war der spätere südafrikanische Präsident Nelson Mandela auf Robben Island eingesperrt. Heute ist die Gefängnisinsel ein Museum, jeden Tag nehmen bis zu zweitausend Besucher die Fähre vom Festland nach Robben Island. Rund 100 Museumsangestellte haben ihren Wohnsitz auf der Insel.

Die Abgeschiedenheit, die die Insel zum perfekten Ort für ein Gefängnis machte, stellt für die Stromversorgung eine grosse Herausforderung dar. Der Strom wurde auf der Insel mit Dieselgeneratoren produziert, pro Jahr wurden so 600'000 Liter des fossilen Brennstoffs verbrannt.

Gesamter Strom vor Ort produziert

Doch nun können die Dieselgeneratoren abgestellt werden – dank Solarzellen der ABB. Weil die Insel aufgrund ihrer Abgelegenheit nicht an das Stromnetz des Festlands angeschlossen werden kann, wird der gesamte Strom auf der Insel produziert.

Auf der Südostseite der Insel sind die Solarzellen auf einer Fläche so gross wie ein Fussballfeld aufgestellt und können für neun Monate im Jahr den gesamten Strombedarf der Insel decken.

Die Solaranlage wird mit drahtloser Technologie betrieben. So kann die Stromproduktion vom Festland aus gesteuert und überwacht werden. Die ABB hat weltweit bereits mehr als dreissig Anlagen dieser Art installiert und beschreibt sie als ideale Lösung für umweltfreundliche, unabhängige Stromproduktion an entlegene Orten. (az)

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