Die International Olive Foundation (IOF) geht gegen den Discounter Lidl vor. Die in Luzern ansässige Stiftung, und nach eigenen Angaben unabhängige Prüfstelle für Natives Olivenöl, reichte am Mittwoch Beschwerde bei der Schweizerischen Lauterkeitskommission gegen den Lebensmitteldiscounter aus Weinfelden ein. Grund dafür ist eine Onlinewerbung. Auf «Blick.ch» versprach Lidl: «Wir setzen auf nachhaltige Produkte zu fairen Preisen!» Laut Mitteilung der IOF verkaufe Lidl natives Olivenöl jedoch zu so tiefen Preisen, dass eine nachhaltige Produktion – vor allem für die betroffenen Olivenbauern – nicht gewährleistet werden könne. «Wer natives Olivenöl extra zum Literpreis von 4.29 Franken verkauft, bezahlt weder faire Einkaufspreise noch handelt er nachhaltig», schreibt der IOF.

Der Discounter Lidl hält auf Anfrage unserer Zeitung fest, dass man die Äusserungen der IOF nicht nachvollziehen könne. «Die Berechnung inhäriert Rechenfehler und geht nicht auf das spezifische Produkt und unsere Supply Chain ein. Unser Produkt respektive der Preis davon, orientiert sich an den Marktpreisen sowie an den Gestehungskosten», schreibt eine Sprecherin. Die tieferen Verkaufspreise begründet Lidl unter anderem mit den schlanken Strukturen innerhalb des Detailhändlers. Zudem unterstreicht die Unternehmenssprecherin, dass die von der IOF ins Feld geführte Teaser-Werbung sich nicht auf ein einzelnes Produkt, sondern auf das ganze Sortiment beziehe. «Wir verfolgen die Strategie, unseren Kundinnen und Kunden stets qualitative Produkte zum besten Preis anzubieten. Unserer Meinung nach sollten nachhaltige Produkte nicht nur gehobenen Bevölkerungsschichten vorbehalten, sondern wenn möglich für die gesamte Bevölkerung erschwinglich sein», schreibt Lidl Schweiz weiter.