Luftfahrt
Swiss ändert Covid-Regel: Crew wird nicht mehr informiert, wenn Passagiere positiv getestet werden

Die Omikron-Variante trifft die Aviatik. Nun passt die Lufthansa-Tochter eine interne Transparenzregel an - auch, weil die bisherige Handhabung das Personal verunsichert habe.

Benjamin Weinmann
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Bis vor kurzem informierte die Swiss ihre Crew, falls nachträglich ein Passagier positiv auf Covid-19 getestet wurde. Das ändert sich nun.

Bis vor kurzem informierte die Swiss ihre Crew, falls nachträglich ein Passagier positiv auf Covid-19 getestet wurde. Das ändert sich nun.

Salvatore Di Nolfi / EPA

Die Swiss-Piloten und Flight Attendants wurden bis vor kurzem von der Airline informiert, falls an Bord ihres Fluges eine Person nachträglich positiv auf Covid-19 getestet wurde. Diese Regel wird aber nun in Absprache mit dem Bundesamt für Gesundheit sistiert, wie Swiss-Sprecherin Karin Müller entsprechende Informationen von CH Media auf Anfrage bestätigt. Die Airline-Angestellten werden somit nicht mehr informiert.

«Wir haben an Bord ein funktionierendes Schutzkonzept, und unsere Crew wird regelmässig darauf sensibilisiert, dieses konsequent einzuhalten», sagt Müller. Ausserdem erfolgten die Meldungen wegen des aktuell hohen Test- und Infektionsvolumens mit grosser Verzögerung.

Unnötige Verunsicherung bei Crew?

Da aus Datenschutzgründen weder Name noch Sitzplatznummer kommuniziert werden konnten, war der Nutzen einer Information laut Müller nicht gegeben. «Im Gegenteil, sie hat zu unnötiger Verunsicherung geführt.»

Wird allerdings ein Crew-Mitglied positiv getestet, werden die Arbeitskolleginnen und -Kollegen darüber nach wie vor informiert, da diese untereinander einen engeren Austausch haben als mit den Passagieren. Seit Dezember kommen bei der Swiss zudem keine ungeimpften Piloten und Flight Attendants mehr zum Einsatz.

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