Pharmazulieferer
Lonza steigert Umsatz und Gewinn im Jahr 2020

Die Coronakrise hat sich für die Basler Pharmazulieferin nur minimal ausgewirkt. Die Herstellung des Covid-Impfstoffs von Moderna ist in den USA und in Visp angelaufen.

Andreas Möckli
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Im Lonza-Standort in Visp VS wird ein grosser Teil der Wirksubstanz des begehrten Moderna-Impfstoffs hergestellt.

Im Lonza-Standort in Visp VS wird ein grosser Teil der Wirksubstanz des begehrten Moderna-Impfstoffs hergestellt.

Dominic Steinmann / KEYSTONE

(mka) Das Unternehmen erhöhte den Umsatz im vergangenen Jahr um 7,2 Prozent auf 4,5 Milliarden Franken. Der Betriebsgewinn (auf Stufe Ebitda) kletterte um 9 Prozent auf 1,4 Milliarden Franken, wie Lonza in einer Mitteilung schreibt. Daraus resultiert eine Marge von 30,6 Prozent. Der Reingewinn stieg zweistellig - um 13 Prozent auf 732 Millionen Franken. Die Basler Firma habe während der Pandemie im vergangenen Jahr die Kontinuität des Geschäfts mit minimalen Auswirkungen auf den Betrieb und die Versorgung gewährleisten können.

Lonza stellt bekanntlich die Wirksubstanz des Corona-Impfstoffs der US-Biotechfirma Moderna her. Die Schweiz hat sich 7,5 Millionen Impfdosen des Unternehmens gesichert. In der Medienmitteilung gibt sich Lonza dazu wortkarg: «Die Produktion des Wirkstoffs für den Covid-19-Impfstoff von Moderna ist an den beiden Standorten Lonza Portsmouth (USA) und Lonza Visp (CH) angelaufen.» Mehr ist in der Mitteilung zum Thema nicht zu erfahren.

Der neue Konzernchef Pierre-Alain Ruffieux zeigt sich zufrieden mit dem Jahresabschluss. «Die Ergebnisse für das Gesamtjahr spiegeln unser Engagement und unseren Fokus wider, den Betrieb während der Covid-19-Pandemie aufrechtzuerhalten und gleichzeitig einen aktiven und entscheidenden Beitrag zur Eindämmung der Pandemie zu leisten.»

Lonza hat sich im Herbst entschieden, das Spezialitäten-Chemiegeschäft namens Specialty Ingredients abzustossen. Nach ersten Interessensbekundungen von potenziellen Käufern im vergangenen Jahr sei eine engere Auswahl von Bietern ermittelt worden, schreibt das Unternehmen in der Mitteilung. Es sei zu erwarten, dass im laufenden Quartal ein Vertrag unterzeichnet werde. Der Verkauf ermögliche es Lonza, sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren – also die Herstellung von Wirksubstanzen für die Pharma- und Biotechindustrie.

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