Krankenkasse
Neuer Chef, massiv mehr Lohn: So viel kostet der Groupe-Mutuel-Chef die Versicherten

CEO Thomas Boyer bezog 2020 eine gut 60 Prozent höhere Vergütung als sein Vorgänger – und damit sogar mehr als die CEOs der beiden ungleich grösseren Branchenleader.

Roman Seiler
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Der Wechsel war ungewöhnlich: Paul Rabaglia, Chef der Groupe Mutuel, übernahm im August 2019 in der Geschäftsleitung den neugeschaffenen Bereich «Transformation und Business Development». Zum neuen CEO des Krankenversicherers ernannt wurde Thomas Boyer, damals Mitglied der Geschäftsleitung der Mobiliar und des Groupe-Mutuel-Verwaltungsrats.

Nun zeigt sich: Der neue Chef kostet die 950'000 Grundversicherten gut 60 Prozent mehr als sein Vorgänger: Boyers Vergütung für 2020 beläuft sich auf stolze 766'955 Franken – inklusive Vorsorgebeiträge des Arbeitgebers und sonstige Bezüge wie Spesen, wie ein Sprecher bestätigt. Rabaglia kam im Vorjahr auf 472'007 Franken.

Boyer bezog damit eine etwas höhere Vergütung als die CEOs der beiden ungleich grösseren Branchenleader CSS und Helsana. Die höchste Gesamtentschädigung für 2020 erhielt mit 954'158 Franken der Sanitas-Chef Andreas Schönenberger. Das ist die höchste je von einem Krankenversicherer offengelegte Vergütung.

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