Wirtschaft

In Schweizer Geschäftsleitungen arbeiteten 2019 leicht mehr Frauen

An Sitzungstischen von Schweizer Geschäftsleitungen nehmen – wenn auch zaghaft – immer öfter auch Frauen Platz.

An Sitzungstischen von Schweizer Geschäftsleitungen nehmen – wenn auch zaghaft – immer öfter auch Frauen Platz.

Jede fünfte Vakanz in Geschäftsleitungen von grossen Schweizer Unternehmen ist letztes Jahr mit einer Frau besetzt worden. Doch noch immer sind die Hälfte der Geschäftsleitungen reine Männergremien.

(gb.) Der Schilling-Report nimmt jedes Jahr die Zusammensetzung der Geschäftsleitungen und Verwaltungsräte der 100 grössten Arbeitgeber der Schweiz unter die Lupe. Am Freitag ist in Zürich der neueste Bericht vorgestellt worden. Demnach ist der Frauenanteil in Geschäftsleitungen im letzten Jahr leicht angestiegen – konkret von 9 auf 10 Prozent. Zudem zeigt der Schilling-Report 2020 laut einer Mitteilung auf, dass noch immer etwa die Hälfte der Geschäftsleitungen reine Männergremien sind.

Im öffentlichen Sektor liegt der Frauenanteil in Führungsgremien laut den Berechnungen des Schilling-Reports mit 20 Prozent dagegen deutlich höher. Auch in den Verwaltungsräten aller untersuchten Unternehmen ist er höher: Dort stieg der Frauenanteil 2019 von 21 auf 23 Prozent.

Neue Köpfe für die Digitalisierung

Im Schilling-Report wird jeweils auch der Ausländeranteil in den Geschäftsleitungen gemessen. Er habe sich stabilisiert, heisst es dazu in der Mitteilung vom Freitag. Konkret habe der Ausländeranteil in Schweizer Geschäftsleitungen 2019 bei 44 Prozent gelegen.

Eine weitere Erkenntnis liefert der Bericht zum Thema Digitalisierung in Unternehmen. 12 der 100 untersuchten Unternehmen hätten im vergangenen Jahr Experten mit ausgewiesener Digitalisierungskompetenz neu in ihre Geschäftsleitungen berufen. Bei acht von ihnen sei die entsprechende Position sogar neu geschaffen worden.

Der Schilling-Report wird von der Firma Schillingpartners herausgegeben. Es wurden die 118 grössten Arbeitgeber untersucht sowie die Verwaltungen der Kantone und des Bundes. Beim aktuellen Bericht handelt es sich um die 15. Ausgabe des Reports.

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