Passagierzahlen
Historischer Einbruch: 75 Prozent weniger Passagiere am Flughafen Zürich

Die Coronapandemie lässt die Passagierzahl einbrechen: Im vergangenen Jahr flogen 8,3 Millionen Passagiere über den Flughafen Zürich – rund 75 Prozent weniger als 2019.

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Der Flughafen Zürich erlebte 2020 wegen der Coronapandemie einen historischen Passagiereinbruch.

Der Flughafen Zürich erlebte 2020 wegen der Coronapandemie einen historischen Passagiereinbruch.

Keystone

(abi) Der Flughafen Zürich erlitt wegen der Coronapandemie einen «historischen Verkehrseinbruch», wie er am Mittwoch mitteilte. So flogen im Jahr 2020 noch 8,3 Millionen Passagiere über Zürich. Im Vorjahr waren es noch 31,5 Millionen. Allein im Dezember sind mit 355'315 Passagieren 84,8 Prozent weniger als in der gleichen Vorjahresperiode in Zürich gelandet oder abgeflogen.

«Wir blicken auf ein sehr herausforderndes und turbulentes Jahr zurück. Der internationale Reiseverkehr kam zeitweise fast vollständig zum Erliegen», sagt Stephan Widrig, CEO der Flughafen Zürich AG. Trotzdem sei der Flughafen immer offen geblieben. Widrig fordert, dass das Reisen unter Einhaltung von Schutzmassnahmen ohne Restriktionen wieder möglich sein wird, sobald es die medizinische Lage erlaubt.

Weniger Fracht und Flugbewegungen

Die Zahl der Lokalpassagiere sank gemäss Mitteilung um 71,7 Prozent auf 6,3 Millionen. Der Anteil der Umsteigepassagiere ist von 29,3 auf 24,2 Prozent gesunken. Ihre Zahl sank um 78,2 Prozent auf 2 Millionen. Ebenfalls gesunken ist die durchschnittliche Zahl der Passagiere pro Flug: von 129,6 auf 103,0.

Im Jahr 2020 gab es gut 111'000 Flugbewegungen – ein Minus von 59,6 Prozent gegenüber 2019. Den grössten Anteil haben die Swiss (49,5 %) vor der Edelweiss Air (8 %) und der Lufthansa (4,4 %). Zudem sank das Frachtvolumen mit 291'163 Tonnen um 35,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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