Galliker kauft Meier-Tobler-Lager in Nebikon

Meier Tobler hat zwei Käufer für seine Immobilien gefunden. Marmobisa übernimmt die Liegenschaften in Cham und Huttwil, Galliker erwirbt das noch junge Logistikzentrum in Nebikon.

Raphael Bühlmann
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Blick in das Logistikzentrum von Meier Tobler in Nebikon, welches Galliker nun übernimmt. (Bild: Pius Amrein, 8. August 2017)

Blick in das Logistikzentrum von Meier Tobler in Nebikon, welches Galliker nun übernimmt. (Bild: Pius Amrein, 8. August 2017)

Seit Anfang Woche herrscht im Wiggertal Klarheit über die Zukunft des bisherigen Logistikzentrums von Meier Tobler. Vergangene Woche hatte das Haustechnikunternehmen publik gemacht, dass es zur Zusammenführung seiner beiden Logistikzentren in den nächsten fünf Jahren einen Neubau plane. Dieser soll in der Nähe der heutigen Standorte in Däniken SO oder Nebikon LU errichtet werden. Was mit dem bisherigen Lager auf Nebikoner Boden passieren sollte, war bisher ungewiss.

Nun aber ist klar: Neuer Besitzer wird das Logistikunternehmen Galliker Transport AG aus dem benachbarten Altishofen. Wie der «Willisauer Bote» berichtet, seien die entsprechenden Verträge bereits am Freitagabend unterzeichnet worden. Der Verkaufspreis liege bei 45 Mil­lionen Franken. Meier Tobler werde sich bis zum Umzug in den geplanten Neubau während drei bis fünf Jahren in Nebikon einmieten. Für die Liegenschaft in Däniken befinde man sich in Verkaufsverhandlungen. Hier werde ein Abschluss im kommenden Jahr angestrebt.

Marmobisa übernimmt Teile der Belegschaft

Peter Galliker senior bestätigt gegenüber unserer Zeitung den Kauf. Er sagt, dass der Erwerb für das Transportunternehmen in doppelter Hinsicht erfreulich sei. Dies zum einen wegen der geografischen Nähe zum bestehenden Betrieb, und zum anderen könne man die noch neue Logistik-Infrastruktur in den Gebäuden von Meier Tobler bestens nutzen. Das Logistikzentrum war, vor der Fusion mit Tobler, von Walter Meier erst vor zwei Jahren eröffnet worden. «Wir werden innerhalb der bestehenden Infrastruktur mehr Arbeitsplätze anbieten können, als dies heute der Fall ist», sagt Peter Galliker weiter. Heute beschäftigt Meier Tob­ler in Nebikon 40 Mitarbeiter.

Am Dienstagabend ebenfalls bekannt wurde, wie es mit Keramikland weitergeht. Seit Oktober war klar: Meier Tobler will sein Badezimmergeschäft nicht weiterführen. Seither war von einer Schliessung der vier Verkaufsfilialen die Rede. Insgesamt beschäftigt Meier Tobler bei der Tochter mit den Standorten Cham, Huttwil, Chur und Zürich insgesamt 46 Mitarbeiter.

Diese standen mit der drohenden Aufgabe des Geschäftsbereichs vor ungewisser Zukunft. Zumindest ein Teil von ihnen kann nun aufatmen: Am Dienstag teilte Meier Tob­ler mit, die von Keramikland genutzten Liegenschaften in Cham und Huttwil an Marmobisa zu verkaufen. Der Familienbetrieb aus Ebersecken bestätigt, dass man die zwei Standorte mit der bisherigen Keramikland-Produktepalette weiterführen wolle. Ebenfalls wolle man einen Teil der Belegschaft übernehmen. «Marmobisa wird die Ausstellungen in Huttwil und Cham weiterführen. Wir werden zirka 15 Personen übernehmen können», schreibt Co-Geschäftsführer René Bircher auf Anfrage. Meier Tobler hat an den beiden Standorten zusammen 41 Mitarbeiter beschäftigt. Der Verkaufspreis liegt bei 11,3 Millionen Franken.

Erneuter CFO-Wechsel

Schliesslich kündigte Meier Tob­ler am Dienstag eine erneute Rochade in der Geschäftsleitung an. Finanzchef Matthias Ryser gibt die Leitung des CFO-Amts nach wenigen Monaten bereits wieder ab. Er hatte die Stelle erst im Sommer angetreten. «Die Übernahme der CFO-Funktion durch Matthias Ryser im August 2018 war als Dauerlösung und nicht ad interim geplant», schreibt Meier Tobler auf Anfrage. Ryser wird nun Chef im Bereich Supply Chain. Neuer CFO wird Lukas Leuenberger, der von der Werbevermarkterin Goldbach Group zum Egolzwiler Unternehmen stösst. Die Wechsel finden auf den 1. August 2019 statt. Das Unternehmen könne mit diesem Wechsel unter anderem sicherstellen, dass das für die Zukunft zentrale Projekt der Zusammenführung der beiden Logistikzentren nahtlos weitergeführt werde, heisst es in der Mitteilung.

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