Exportwirtschaft

Franken-Hausse trifft wichtigste Schweizer Exportindustrien kaum

Blick auf einen Handelshafen mit zwischengelagerten Exportcontainern (Symbolbild)

Blick auf einen Handelshafen mit zwischengelagerten Exportcontainern (Symbolbild)

Die Franken-Aufwertung trifft nach Ansicht von Credit Suisse-Ökonomen die wichtigsten Schweizer Exportbranchen kurzfristig kaum. Die zentralen Branchen, die Pharma- die Maschinen- und die Uhrenindustrie, verfolgen eine Qualitätsstrategie, dank der sie im internationalen Wettbewerb erfolgreich bestehen können.

Diese Strategie sei richtig, heisst es in einer CS-Studie, die am Mittwoch vor den Medien in Zürich veröffentlicht wurde. Schweizer Produkte seien generell teuer, ihre hohe Qualität rechtfertige aber einen entsprechenden Preisaufschlag. Im Preiswettbewerb seien die Schweizer Produzenten hingegen nur selten erfolgreich.

Anbieter, die im Preiswettbewerb stünden, könnten sich Preiserhöhungen kaum leisten, während im Qualitätswettbewerb Preiserhöhungen geringere Auswirkungen auf die Nachfrage hätten. Qualität werde immer wichtiger. Bei 60 Prozent der Schweizer Exportprodukte herrsche mittlerweile Qualitätswettbewerb, sagte CS-Ökonomin Nicole Brändle. 1990 seien es erst 40 Prozent gewesen.

Darüber hinaus zeige sich, dass die Nachfrage nach Schweizer Exporten kurzfristig wesentlich stärker von der Weltkonjunktur als vom Wechselkurs abhänge. "Solange der Schweizer Franken nicht dauerhaft überbewertet ist, wird er daher keinen bedeutenden Einfluss auf das Exportvolumen der Schweiz haben", heisst es in der Studie.

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