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Defizitär in der Romandie: Swiss-Chef kündigt Massnahmen in Genf an

Swiss-Chef Thomas Klühr kündigt Massnahmen an.

Swiss-Chef Thomas Klühr kündigt Massnahmen an.

Die Fluggesellschaft Swiss hat in Genf weiterhin grosse Mühe, Tritt zu fassen. Das bisher kommunizierte Ziel, im kommenden Jahr schwarze Zahlen zu schreiben, sei ehrgeizig, sagt Swiss-Chef Thomas Klühr.

Die Fluggesellschaft Swiss hat in Genf weiterhin grosse Mühe, Tritt zu fassen, wie die „Schweiz am Sonntag“ berichtet. Das bisher kommunizierte Ziel, im kommenden Jahr schwarze Zahlen zu schreiben, sei ehrgeizig, sagt Swiss-Chef Thomas Klühr im Gespräch.

«Ich möchte es nicht ausschliessen, aber es wäre ein grosser Sprung, den wir machen müssten. Denn wir sind noch nicht dort, wo wir sein wollen.» Die Swiss versucht seit Ende 2012 in Genf zu expandieren und investiert dafür grosse Mittel.

In den Jahren zuvor hatte die Calvin-Stadt keine grosse Rolle in der Strategie der Lufthansa-Tochter gespielt – mit der Folge, dass heute die Billigairline Easyjet den Genfer Markt beherrscht. Die Kunden haben sich inzwischen an die tiefen Preise gewöhnt.

Umso schwieriger ist es für die Swiss, sich am Lac Léman in Erinnerung zu rufen. So wirbt sie in Genf regelmässig mit Preisen, von denen Zürcher Passagiere nur träumen können. Und sogar ein Tram in Swiss-Bemalung kurvt durch die Strassen. Swiss-Chef Klühr kündigt in der „Schweiz am Sonntag“ nun Veränderungen an: «Wir müssen uns die Frage stellen, mit welchem Geschäftsmodell wir antreten möchten und welche Lösung zukunftsträchtig ist.»

Es gebe nicht nur eine Stellschraube. «Es braucht eine Reihe von Massnahmen, beim Marketing und beim Produkt. Und wir müssen uns den Netzplan nochmals anschauen, der aus meiner Sicht sehr ausgefächert ist.» Sprich: Klühr dürfte über kurz oder lang mehrere unrentable Destinationen ausmisten.

Die neue Kurzstreckenflotte der C-Series, die ab dem zweiten Quartal die alten und kostenintensiven Jumbolinos ablösen sollen, werde laut Klühr in Genf durchaus helfen. Aber sie allein werde nicht ausreichen, um 2017 den Break-even zu erreichen.

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