Wirtschaft

Corona-Pandemie als Treiber: 600 Millionen Franken für Crowdfunding in der Schweiz

Crowdfunding ist in der Schweiz so populär wie nie zuvor.

Crowdfunding ist in der Schweiz so populär wie nie zuvor.

Im Jahr 2019 wurden in der Schweiz knapp 600 Millionen Franken über Crowdfunding-Plattformen vermittelt. Damit ist der Markt weiter gewachsen – wenn auch nicht mehr so stark wie in den Vorjahren.

(sih) Crowdfunding ist in der Schweiz so gefragt wie nie zuvor. Knapp 600 Millionen Franken wurden im letzten Jahr über verschiedene Plattformen vermittelt. Zu diesem Schluss kommt die Hochschule Luzern in ihrem Crowdfunding-Monitor, wie sie in einer Mitteilung vom Mittwoch schreibt. Das entspricht einer Zunahme von 15,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Inzwischen gebe es in der Schweiz 39 aktive Plattformen.

Im Bereich Crowdlending wurden Kredite im Umfang von 418,4 Millionen Franken (+59,8%) finanziert. Vor allem hypothekarisch gedeckte Kredite hätten zu diesem erfreulichen Wachstum beigetragen. Im Crowdinvesting erreichten die Investitionen hingegen nur noch 154,1 Millionen Franken (-24,8%). Beim Crowdsupporting/Crowddonating wurden Projekte mit über 24,6 Millionen Franken unterstützt (4,0%).

Temporäre Plattformen während Pandemie

Zwar habe sich das Wachstum gegenüber den Vorjahren abgeschwächt, für das laufende Jahr sei aber wegen der Corona-Pandemie damit zu rechnen, dass einzelne Modelle weiter an Relevanz gewinnen. Während der Pandemie seien über 40 temporäre Online-Plattformen entstanden, die KMU und selbständig Erwerbende unterstützen. Zudem sei davon auszugehen, dass professionelle Investoren an Bedeutung gewinnen.

Für das Jahr 2020 gehen die Studienautoren davon aus, dass das Gesamtvolumen erneut im eher tiefen zweistelligen Prozentbereich wachsen wird. Insgesamt rechnen sie mit einem Volumen zwischen 700 und und 900 Millionen Franken für den Crowdfunding-Markt Schweiz 2020. Das Wachstum wird in erster Linie getrieben vom RealEstate-Crowdinvesting und vom Crowdlending.

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