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Alstom startet Konsultativrunde zum Jobabbau

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Ab Montag wird der Stellenabbau konkret. Alston leidet wie auch ABB an der Unlust der Stromkonzerne, zu investieren.

Alstom Schweiz startet am Montag das Konsultativverfahren für den Abbau von 130 Arbeitsplätzen an den Schweizer Standorten, wie Personen, die mit dem Vorgang vertraut sind, bestätigen. Alstom setzt damit eine Massnahme um, die der Konzern aufgrund des schleppend laufenden Geschäfts im Bereich Kraftwerken im letzten November angekündigt hatte. Seither mussten diverse Fragen in Konsultativverfahren auf europäischer Ebene geklärt werden.

Ein so langer Zeitraum hat laut Gewerkschaftsvertrtetern Vor- und Nachteile. So haben die Sozialpartner zwar mehr Zeit, Lösungen zu entwickeln. Aber dadurch ist die Phase der Ungewissheit bei den Angestellten länger.

Dem Abbau von 130 Stellen steht ein Aufbau von 55 Stellen im Bereich Forschung und Entwicklung gegenüber. Ein Alstom-Sprecher wollte sich nicht äussern und verwies auf das bis Ende März gehende Geschäftsjahr. Am 7. Mai wird das Konzernergebnis bekannt gegeben.

Auch ABB hat Wachstumsproblem

Im Geschäft mit Kraftwerken und Energietechniksystemen spüren alle grossen Anbieter die Zurückhaltung der Kunden bei Grossaufträgen. ABB Schweiz meldete gestern einen auf 3,33 Milliarden Franken ausgeweiteten Bestellungseingang und einen auf 3,55 Milliarden Franken gestiegenen Umsatz. Der Auftragseingang liegt unter dem Umsatz. Analysten und Investoren lesen das als Indikator für eine stagnierende Geschäftsentwicklung. Die Zahl der Grossaufträge blieb stabil. Angaben zur Profitabilität auf Länderebene macht ABB nicht.

Das gestern von ABB gemeldete Umsatz- und Auftragsplus von je einem Prozent in der Schweiz liegt hinter den Zielen zurück, denn sich der Konzern für den Zeitraum zwischen 2011 und 2015 gegeben hatte. Am Donnerstag hatte ABB auf Konzernstufe seine Zielvorgaben reduziert.

Laut Analysten stehen die Chancen gut, dass diese revidierten Vorgaben erreicht werden. «Viele Wirtschaftsindikatoren bewegen sich in die korrekte Richtung», sagt Vontobel-Analyst Panagiotis Spiliopoulos. Zudem hätten die Firmenkunden von ABB und Alstom nach jahrelanger Zurückhaltung ausreichend Geld für Investitionen. «ABB ist mit der Starkstrom-Gleichspannungstechnologie sowie der Automatisierung in zwei attraktiven Wachstumsfeldern.»

Beide Firmen mit schweizerischen Sitzen in Baden müssten jetzt laut Analysten die gleichen Rezepte befolgen: Das Innovationstempo hoch halten, Kosten reduzieren und das Projektmanagement verbessern.

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