Transport

Airline-Verband rechnet wegen Coronavirus mit hohen Umsatzeinbussen

Die Flugbranche muss im laufenden Jahr mit MIlliardeneinbussen wegen des Coronavirus rechnen. (Archivbild)

Die Flugbranche muss im laufenden Jahr mit MIlliardeneinbussen wegen des Coronavirus rechnen. (Archivbild)

Der Umsatzverlust der Fluggesellschaften wegen des Coronavirus wird viel drastischer ausfallen als zunächst gedacht. Der Branchenverband IATA erwartet einen Umsatzverlust im Passagiergeschäft in diesem Jahr zwischen 63 und 113 Milliarden Dollar.

113 Milliarden Euro würde einem Anteil von 19 Prozent des Gesamtvolumens entsprechen und sei in der Dimension mit der Finanzkrise 2008/2009 vergleichbar, teilte die IATA am Donnerstag mit. Die Auswirkungen auf das Frachtgeschäft seien noch nicht abzuschätzen.

Die Passagierrückgänge wären in Deutschland und anderen europäischen Staaten mindestens genauso stark wie in Asien. Einem starken Nachfrage-Einbruch würde den Annahmen zufolge eine schnelle Erholung folgen.

In einem etwas vorsichtigeren Szenario mit einer eingegrenzten Verbreitung des neuartigen Coronavirus geht die IATA weltweit von 63 Milliarden Dollar weniger Umsatz aus. Die heftigsten Einbussen erwarten die Experten in China, Italien und dem Iran.

IATA-Chef Alexandre de Juniac appellierte an die Regierungen, die Fluggesellschaften zu stützen. Es seien aussergewöhnliche Zeiten, in denen die Industrie Erleichterungen bei Steuern, Gebühren und der Vergabe von Start- und Landerechten benötige.

Erst vor zwei Wochen hatte die Organisation noch einen Umsatzrückgang von bis zu 29,3 Milliarden Dollar für wahrscheinlich gehalten. Sie war dabei davon ausgegangen, dass sich Covid-19 weitgehend auf eng mit China verbundene Märkte beschränke. Inzwischen habe sich das Virus aber in mehr als 80 Ländern verbreitet und die Ticket-Vorausbuchungen auf den Strecken nach China seien stark eingebrochen.

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