Wuhrareal
Was lange währt, geht plötzlich schnell

Bereits werden neue Parkplätze gebaut. Nach einer 20-jährigen Vorgeschichte beginnt die Umgestaltung des Platzes in Kürze.

Tobias Granwehr
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Solothurner Zeitung

Plötzlich geht alles schnell. Sehr schnell – bedenkt man, dass die Umgestaltung des Wuhrplatzes eine bald 20-jährige Vorgeschichte hat. Jetzt wird gebaut, und in einem Jahr will die Stadt den neuen Platz im Rahmen der 1150-Jahr-Feier einweihen. Ein ambitiöses Ziel. Das weiss auch Stadtpräsident Thomas Rufener (SVP). Aus Erfahrung wisse er aber ebenfalls: Wenn die Bauarbeiten einmal angelaufen seien und der Ablauf nicht extern beeinträchtigt werde, gehe es schnell, sagt er. Beeinträchtigen kann die Arbeiten noch der Archäologische Dienst des Kantons Bern. Er begleitet die Arbeiten auf dem Wuhrareal einmal mehr. Bereits die Überbauung Wuhr erfuhr leichte Verzögerungen aufgrund der Grabungen der Archäologen. Das Wuhrgebiet gilt als geschichtsträchtiges Areal (wir berichteten).

Wuhrplatz-Parkplätze bleiben noch

In einer ersten Etappe werden im hinteren Bereich Richtung Mühle neue Parkplätze gebaut. 90 Parkfelder entstehen dort bis Ende Jahr. Ein Teil davon ersetzt die öffentlichen Parkplätze auf dem Wuhrplatz, der nach der Umgestaltung verkehrsfrei wird. Wahrscheinlich seien Ende Jahr noch nicht alle Details fertig, sagt der Stapi. Die Bepflanzung neuer Bäume (siehe Kasten) erfolgt zum Beispiel erst im Frühling 2011.

Die Parkplätze auf dem Wuhrplatz bleiben noch so lange, bis die neue Parkanlage gebaut ist. So soll laut Rufener ein fliessender Übergang ermöglicht werden – und immer genügend Parkplätze im Zentrum zur Verfügung stehen. Das bedeutet aber gleichzeitig, dass die Arbeiten auf dem Wuhrplatz direkt von der Fertigstellung des Parkplatzes abhängig sind. Der Stadtpräsident glaubt trotz der Unsicherheiten, die Grossbaustellen mit sich bringen, an die Einweihung des Wuhrplatzes im September 2011: «Es ist immer so bei grossen Bauwerken: Es wird am Schluss bei der Einweihung nicht alles bis ins kleinste Detail fertig sein. Aber wir schaffen es bis zum festgelegten Termin.» Jedenfalls werde an beiden Projekten mit Hochdruck gearbeitet, so Rufener.

Feinschliff für Nutzungskonzept

Ein erstes Zwischenziel wurde mit dem Bau einer neuen Brücke über die Langete bereits erreicht. Diese führt vom Mühleweg auf das Wuhrareal und dient dereinst als Zufahrt zur Überbauung und zu den Parkplätzen. Bereits rollen Lastwagen und andere Zulieferer der Baustellen zahlreich über die neue Brücke.

Eine Arbeitsgruppe unter der Führung von Gemeinderätin Paula Schaub (EVP) kümmert sich momentan um ein Nutzungs- und Betriebskonzept für den neu gestalteten Wuhrplatz. Schaub war gestern für eine Stellungnahme zum Stand des Konzeptes nicht erreichbar. Gemäss Rufener habe der Gemeinderat eine erste Version zur Einsicht erhalten. Jetzt werde das Konzept verfeinert. Die Stadt sei zudem in engem Kontakt mit den Anstössern des Wuhrplatzes. Gerade die Restaurationsbetriebe sollen in die Umgestaltung mit einbezogen werden.

Ist die neue Parkanlage einmal gebaut und der Wuhrplatz umgestaltet, hat die Stadt eine lange Geschichte abgeschlossen. Immer wieder wurde dieses Vorhaben hinausgeschoben – vor allem, weil früher das Geld fehlte. Vor einem Jahr bewilligte der Stadtrat schliesslich je einen Kredit für die Parkplätze (1,4 Millionen Franken) und für die Neugestaltung (3,8 Millionen Franken).

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