Oberaargau
Schulen im Oberaargau bald unter einem Dach?

Der Schulverband Farnern, Rumisberg, Wolfisberg überdenkt die Schulstandorte. Nötig ist dieses Projekt geworden, weil der Schulbetrieb mit drei Schulstandorten immer schwieriger wird.

Kurt Nützi
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Gibt es bald nur noch einen Schulstandort? Schule Wolfisberg.

Gibt es bald nur noch einen Schulstandort? Schule Wolfisberg.

KNR

Seit Januar 2012 arbeitet ein Team mit je zwei Gemeindevertretern aus Farnern, Rumisberg und Wolfisberg, einem externen Berater, Lehrerin Cornelia Bader, Schulleiter Ernst F. Stalder und Verbandspräsident Philipp Burgener am Projekt «Schule am Bärg unter einem Dach». Nötig ist dieses Projekt geworden, weil der Schulbetrieb mit drei Schulstandorten immer schwieriger wird. An der Schulverbandsversammlung in Wolfisberg orientierte Burgener die Gemeinde kurz über das Projekt.

Als Beispiel nannte er den Französisch-Unterricht mit dem neuen Lehrmittel in der dritten und vierten Klasse. Die Schwierigkeit: Die Drittklässler gehen in Rumisberg zur Schule, die Viertklässler in Farnern. Zudem ist durch den Wegzug der Realschüler ans Oberstufenzentrum Wiedlisbach im Schuljahr 2010/2011 und die stetig kleineren Jahrgangszahlen im Kindergarten- und Primarschulalter der Spielraum für sinnvolle Klassenzusammenstellungen immer enger geworden.

Eine Lehrerin hat gekündet

Dazu kommt der Druck der Schulinspektorin des Kreises 10, Silvia Jäger, welche die kantonalen Richtlinien für Klassengrössen durchsetzen musste. So konnten im Schuljahr 2011/2012 nur zwei Primarschulklassen, 1. bis 3. Klasse in Rumisberg und 4. bis 6. Klasse in Farnern eröffnet werden. Im grössten und modernsten Schulhaus der drei Berggemeinden, in Wolfisberg, blieb nur der Kindergarten. Als Folge kündete die langjährige, erfolgreiche Lehrerin Christine Trösch, welche nicht im kleinen Schulhaus in Farnern unterrichten wollte.

Die Projektgruppe «Schule am Bärg unter einem Dach» wird bis Ende August drei Lösungsvorschläge erarbeiten. Die Spezialkommission wird dann den Gemeinderäten der drei Berggemeinden und der Öffentlichkeit ihre drei Projekte vorstellen.

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