Wynau
Schon wieder ein Rücktritt im Gemeinderat Wynau

Der Gemeinderat der 1600-Seelen-Gemeinde kommt nicht zur Ruhe. An der ersten Sitzung des Jahres gab Gemeinderat Heinz Bäni (parteilos) seinen Rücktritt per sofort bekannt. Für seine Demission nennt er persönliche Gründe.

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Heinz Bäni will nicht mehr.jr

Heinz Bäni will nicht mehr.jr

Die Gründe will er nicht näher konkretisieren. Er betont aber, dass er sich mit den anderen Mitgliedern des Gemeinderats immer gut verstanden habe. «Ich habe mein Amt immer gerne ausgeführt», sagt Bäni.

Langwierige Debatte

Der Bauvorsteher sass seit 2003 im Gemeinderat. In dieser Zeit hatte er auch schwierige Momente zu bewältigen. Im Jahr 2009 wurde er an der Gemeindeversammlung öffentlich zum Rücktritt aufgefordert. Damals wurde ihm vorgeworfen, vom ehemaligen Gemeindeschreiber Daniel Alt Ratschläge einzuholen, obwohl Alt kurz zuvor Zehntausende Franken veruntreute.

In letzter Zeit stand Heinz Bäni nicht mehr ganz so stark im Fokus. Die langen Auseinandersetzungen um die Sanierung der Schulhausstrasse habe Bäni jedoch zu schaffen gemacht, ist in der Gemeinde zu vernehmen. Dies könnte bei seinem Rücktritt eine Rolle gespielt haben. Bäni tritt zwar aus dem Gemeinderat zurück. Seine Mandate bei der ARA, bei den Werkbetrieben Wynau und dem Gemeindeverband Wasserversorgung untere Langete (WUL) will aber er vorerst behalten.

Nachfolgersuche ist schwierig

Nach den unerwarteten Rücktritten von Gemeindepräsidentin Esther Plüss vor zwei Jahren und David Herzig letzten Frühling, bleibt Kontinuität im Wynauer Gemeinderat ein Fremdwort. Darüber ist auch der amtierende Gemeindepräsident Martin Lüscher nicht glücklich: «Wir müssen halt schon wieder jemanden Neues einarbeiten.» Der Rücktritt sei auch für ihn völlig überraschend gekommen, sagt Lüscher.

Die SP-Ortspräsidentin Marie-Anne Reber muss sich nun um die Nachfolge kümmern, da Bäni auf der SP-Liste kandidierte: «Ich ging davon aus, dass Bäni bis zum Ende der Legislatur bleibt. Innert kurzer Zeit einen fähigen Kandidaten zu finden ist ein grosses Problem», sagt Reber. (mwo)

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