Reise in den Kurshimmel

Die Kuoni-Aktie hat noch Luft nach oben – die Margen sind prächtig. Autoneum ist unterbewertet. – Swiss Life für Spekulationsfreudige. – Raus aus den Immobilien-Aktien!

SaW Redaktion
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Illustration: Bischof

Illustration: Bischof

Schweiz am Wochenende

Bleiben Sie beim Reisevermittler Kuoni dran: Die strategische Ausrichtung gefällt mir, hier ist noch für 8% Platz nach oben. Speziell das Visa-Geschäft entwickelt sich zu einem kleinen Schmuckstück. Speziell die Betriebsmargen sind rekordverdächtig hoch. (Halten)
> 108,8 %, das ist die stolze Jahresperformance 2013 des Autozulieferers Autoneum. Nun machen deutsche Investoren in verstärktem Mass beim Schweizer Börsenexpress mit. Die Aktie ist trotz allem fundamental unterbewertet. Mein neues Kursziel: 98 Franken. Kaufen Sie in homöopathischen Dosen hinzu, die Preisschwankungen im Tagesverlauf sind eklatant. (Neues Kursziel: 98 Franken)
> Ein Dank gebührt Oliver Walker, Finanzchef von Nobel Biocare: Das Vertrauen in den ausgewiesenen Finanzspezialisten hat sich gelohnt. +83% stieg die Aktie seit dem 1. 1 .2013. Der ehemalige Sonova-Finanzchef ging nach seinem erzwungenen Abgang vor mehr als 11⁄2 Jahren durch ein mediales Fegefeuer. Wir haben ihm an dieser Stelle früh Vertrauen geschenkt und wurden belohnt. Dieser Fachmann ist nun für höhere Aufgaben bereit. Verkaufen Sie Nobel Biocare, nach dem super Börsenjahr, der Titel ist fundamental überteuert. (Verkaufen)
> Der freiburgische Börsen-Comet ist knapp unter dem Höchststand: Die Herbstoffensive wird den Titel erstmals über die Marke von 300 Franken treiben. Zukaufen würde ich nicht, der Börsenzug ist leider schon abgefahren. (Halten)
> Obwohl der indische Geldmagnet Rajiv Jain in Diensten der Bank Vontobel unter akuten Performanceproblemen leidet, steigt die Aktie in luftige Höhen. Mit +29,7% seit Jahresbeginn hat der grosse Schlagabtausch vor dem Schiedsgericht mit Pierin Vincenz, Raiffeisengruppe, nicht mehr erste Priorität. (Halten)
> Grosse Börsenereignisse werfen ihre Schatten voraus: In Zofingen rumpelt es in der Kiste bei Siegfried. Die anstehenden Quartalszahlen sollten laut fundierten Gerüchten sehr gut ausfallen. Ich sehe den Titel über 150 Franken springen; bei 164 Franken könnte die rasante Bergfahrt per Ende Jahr zum Stillstand kommen. Der grosse Sieger im Hintergrund heisst UBS-Verwaltungsrat Rainer Marc Frey. (Kaufen)
> Für eine kurzfristige Herbstspekulation eignet sich ganz vorzüglich die Swiss Life: Aus Amerika treffen täglich kübelweise Kaufaufträge ein. Hier wackelt innert Monatsfrist erstmals seit langem die Marke von 200 Franken (aktuell: 185.40).
> Nicht nur der FC Basel, auch die Baselbieter Actelion ist auf Champions-League-Kurs: Die Aktie hat die 50%-Schallmauer 2013 durchbrochen. Speziell englische Investoren zeigen sich sehr aktiv im Biotechtitel. Ich würde den Schwung mitnehmen, hier lässt sich ein schöner Jahresendgewinn erzielen. (Kaufen aufs Jahresende)
> Beim GPS-Spezialisten u-blox treten vermehrt spekulative Interessenten auf. Die Gewinnaussichten bewerte ich als sehr gut, obwohl der mittelkapitalisierte Wert alleine in diesem Jahr fast 70% vorwärts machte. Wichtig: Es handelt sich hier um ein sehr spekulatives Investment, obwohl der Titel in meinen Augen fundamental fair bewertet ist angesichts des grossen Zukunftspotenzials. (Sehr spekulativer Kauf)
> Ich bin immer negativer auf Immobilienaktien eingestellt: Wir haben erste Anzeichen einer nicht sehr positiven Entwicklung – den sogenannten Schereneffekt: steigende Zinsen und Leerbestände. Speziell die hervorragend geführte PSP Swiss Property leidet unter diesem Übel. Ich würde die Immobilienaktien kontinuierlich abbauen. Bald wird die erste Bank den 10-jährigen Hypozins zu 3% offerieren. Aktueller Höchststand 2,94%, vor Wochen waren wir noch bei 2,90%. (Aussteigen aus Immobilienaktien)
> Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es wieder bei Austriamicrosystems, seit der US-Handygigant Apple per Herbst 2013 eine neue Version des iPhones auf den Markt bringen möchte. Ich muss Ihnen gestehen: Ich bin vom Management enttäuscht, denn im Februar 2013 wurden die erwarteten Umsatzzahlen hochgepuscht, bevor wichtige Spieler und Exponenten grössere Pakete auf dem Markt platzierten. Hoffentlich gibts Balsam für die geschundene Aktionärsseele.
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