SC Langenthal
NLB Playoff-Halbfinal: Was nützt eigentlich der Heimvorteil?

Nach vier Spielen steht es zwischen dem SC Langenthal und dem HC La Chaux-de-Fonds 2:2 – bisher konnte keines der Teams den Heimvorteil ausnützen, es gewann stets das Auswärtsteam. Eine Vorschau auf das fünfte NLB Playoff-Halbfinalspiel.

Leroy Ryser
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Verkehrte Welt in den NLB-Playoffs: Bisher gewann im Duell zwischen Langenthal und La Chaux-de-Fonds stets das Auswärtsteam.

Verkehrte Welt in den NLB-Playoffs: Bisher gewann im Duell zwischen Langenthal und La Chaux-de-Fonds stets das Auswärtsteam.

AZ

Diese Serie ist nichts für schwache Fan-Nerven. Bereits zum dritten Mal endete die Partie zwischen dem SC Lagenthal und dem HC La Chaux-de-Fonds am Dienstag erst in der Verlängerung. In sämtlichen Spielen machte nur ein Tor den Unterschied aus, in sämtlichen Partien entschied das Auswärtsteam die Partie für sich.

Daheim spielen ist schöner

„Bisher hat man vor allem eines bemerkt: Es kommt nicht auf den Heimvorteil an", ist sich SCL-Captain Stefan Tschannen bewusst. „Es ist schöner daheim zu spielen, aber diese Serie ist so unglaublich ausgeglichen, dass das nicht einmal gross eine Rolle spielt." So oder so: Ein Sieg am Freitag bleibt das Ziel. Gerade die Tatsache, dass die meisten Partien erst in der Verlängerung entschieden wurden, könnte dem SC Langenthal bereits im nächsten Spiel in die Karten spielen.

La Chaux-de-Fonds plagte sich bereits in der Viertelfinalserie gegen Ajoie mit vier Overtime-Einsätzen - davon ein Penaltyschiessen - und insgesamt sieben Spielen. „Ich bin erstaunt, wie gut sie das Tempospiel mithalten können. Derjenige, der die grösseren Kraftreserven hat, wird diese Serie für sich entscheiden", so der Captain weiter. Denn spielerisch seien die beiden Teams auf einem sehr ähnlichen Level.

Ausländer entschieden letzte Partie

Gerade vor dem Spiel am Dienstag spekulierte man in diesem Belangen auch über die Müdigkeit der beiden SCL-Ausländer. Nur ein Tor erzielten Jeff Campbell und Brent Kelly bis dorthin. Zuletzt in der Romandie zeigten die Kanadier aber eine ansprechende Leistung. Ein weiteres Mal erarbeiteten sie sich diverse Chancen und erzielten zwei von drei Toren.

Auf der Gegenseite blieben die Ausländer Marco Charpentier und Benoit Mondou punktlos, zweitgenannter war sogar während 14 Minuten auf der Strafbank und verursachte die letztlich mitentscheidende kleine Bankstrafe in der 59. Minute.

Der sichere Rückhalt

Neben der ersten Linie ist vor allem auch der Torwart der Gelb-Blauen, Marc Eichmann, ein Erfolgsgarant. Die Romands sind stets gefährlich und waren noch immer für Tore gut. In den diesjährigen Playoffs spielte Eichmann während 523:48 Minuten und kassierte nur gerade 15 Tore (nur 1,9 Tore pro Spiel) - ein Wert der die gegnerischen Stürmer zur Verzweiflung bringt.

„Ich habe bisher allgemein gute Playoffs gespielt. Es ist schön, dem Team so zu helfen", erklärt der SCL-Keeper. Mit Zuversicht und Selbstvertrauen geht er deshalb ins nächste Spiel: „Wir haben im letzten Spiel zu Hause nicht viel falsch gemacht. Ich bin deshalb überzeugt, dass wir gewinnen können. Kleine Sachen werden diese Serie entscheiden. Auch das Glück muss man ein bisschen beanspruchen."