EM-Qualifikation
Nati-Coach Petkovic gibt Spielern nach England-Pleite Hausaufgaben

Am Tag nach der 0:2-Niederlage gegen England zum Auftakt der Qualifikations-Kampagne für die Euro 2016 in Frankreich spricht der neue Nati-Trainer Vladimir Petkovic von einer starken Leistung seines Teams und einer unverdienten Pleite.

Etienne Wuillemin und Dean Fuss
Drucken
Teilen
Vladimir Petkovic bei seinem Abgang aus dem St. Jakob-Park nach der England-Pleite

Vladimir Petkovic bei seinem Abgang aus dem St. Jakob-Park nach der England-Pleite

Keystone

«Ich beginne nun mit der Analyse. Jeder Spieler wird von uns online Post erhalten – und einige kleine Hausaufgaben. Sie müssen ihre Selbst-Analyse anschauen, dann können wir beim nächsten Zusammenzug darüber diskutieren», sagt Petkovic an einer Pressekonferenz am Dienstagmorgen.

Der nächste Zusammenzug des Teams findet im Oktober statt. Damit haben die Spieler von Petkovic knapp einen Monat Zeit, ihre «Hausaufgaben» vor den beiden Auswärtsspielen gegen Slowenien (Donnerstag, 9. Oktober) und San Marino (Dienstag, 14. Oktober) zu machen.

Petkovic: «Unentschieden wäre verdient gewesen»

«Ich denke, mit unserer Leistung hätten wir uns ein Unentschieden verdient. Es ist normal, dass man gegen ein Team wie England einmal Schwierigkeiten bekommt. Zudem sind eben Spieler von Liverpool oder Manchester United gewohnt, jede kleine Unsicherheit auszunutzen», so Petkovic.

Das zeigte sich auch bei den beiden Toren von Danny Welbeck, der jeweils nach Konter-Angriffen der Three Lions erfolgreich war und die neue Nummer 1 im Nati-Tor, Yann Sommer, bezwingen konnte.

Dass Petkovic aber mit dem Auftritt vom Montagabend nicht grundsätzlich unzufrieden ist, unterstreicht er mit folgender Aussage: «Ich stehe hinter der Mannschaft und hinter meinen Ideen.»

The Telegraph «Die neue englische Zeitrechnung beginnt mit einem Sieg»
6 Bilder
The Times «Welbeck schlägt mit perfekter Schweizer Pünktlichkeit zu» Und weiter: «Roy Hodgson beanspruchte vergangene Nacht für sich, dass England seinen Biss nach einer zahnlosen WM wiedergefunden hat.»
The Independent «Welbecks Doppelpack in Basel ist für Hodgson und die Three Lions ein Schritt in Richtung Erlösung»
Daily Mirror «Englands Sieg in der Schweiz bringt Roy Hodgsons Lächeln nach dem WM-Debakel zurück»
The Guardian «England startet mit Danny Welbecks Doppelpack gegen die Schweiz» Und weiter: «Die Schweiz belegt im Fifa-Ranking den neunten Platz, doch England zeigte auf, dass dies wohl eher eine Panne im Fifa-System ist.»
The Sun «Welbecks Riesenerfolg! Der doppelte Held heilt den Geist der Löwen»

The Telegraph «Die neue englische Zeitrechnung beginnt mit einem Sieg»

Printscreen
Yann Sommer: Note 5 Eine abgeklärte, stilsichere Vorstellung der neuen Nummer 1. Und eine Wahnsinns-Parade gegen Jones’ Kopfball (43.) .
13 Bilder
Stephan Lichtsteiner: Note 4 Grosse Schwierigkeiten in den ersten 20 Minuten. Danach gewann sein Spiel an Präzision. Hätte in der 49. Minute das 1:0 erzielen können.
Johan Djourou: Note 3 Eine Partie mit vielen Abspielfehlern und wenig gewonnen Zweikämpfen. Der Innenverteidiger vom Hamburger SV war ein Sicherheitsrisiko.
Steve von Bergen: Note 3 Auch ihm fehlte die Ausstrahlung des Unüberwindbaren. Hatte zu viel mit sich selbst zu tun, um auch noch den Abwehrchef zu markieren.
Ricardo Rodriguez: Note 4,5 Unaufgeregt und souverän wie gewohnt. Defensiv fehlerlos. Fiel offensiv einzig mit seiner Flanke auf Lichtsteiner (49.) auf.
Gökhan Inler: Note 3 Der Captain auf der Achterbahn. Machte einen grösstenteils souveränen Auftritt mit dem übermütigen Ballverlust vor dem 0:1 kaputt.
Valon Behrami: Note 4,5 Der Duracell-Hase läuft und grätscht und läuft und grätscht und läuft und grätscht. Doch wenn Konstruktives gefordert wird, stösst er an Grenzen.
Granit Xhaka: Note 5 In einer defensiveren Rolle als unter Hitzfeld. Frische Beine, grosse Ballsicherheit, gute Übersicht selbst in hektischen Phasen – es geht aufwärts.
Xherdan Shaqiri: Note 4,5 Defensiv hat er so viel gearbeitet wie sonst bei Bayern München. Aber den Geniestreich ist er uns schuldig geblieben.
Admir Mehmedi: Note 2 Ein schwacher Auftritt. Abgesehen von einem Pass auf Seferovic misslang ihm ziemlich alles. Blieb bis zu einer Auswechslung ein Fremdkörper.
Josip Drmic: Note 4,5 Kam in der 64. Minute für Mehmedi und kurbelte die Offenisve an. War in der 70. Minute schon an Goalie Hart vorbei, scheiterte aber an Cahill.
Haris Seferovic: Note 5 Lange wurde er nur mit hohen, uninspirierten Bällen bedient. Doch Seferovic haderte nicht. Sondern er blieb der bissige Stossstürmer, der den Engländern weh tat und sich stets sehr gut bewegte. Was fehlte, war einzig der Torerfolg. Dass er aber zu drei Chancen kam und zweimal am überragenden Hart scheiterte, spricht für die Leistung des Frankfurt-Stürmers..
Blerim Dzemaili: keine Note Wurde in der 74. Minute für Xhaka eingewechselt. Zu kurz im Einsatz für eine Benotung.

Yann Sommer: Note 5 Eine abgeklärte, stilsichere Vorstellung der neuen Nummer 1. Und eine Wahnsinns-Parade gegen Jones’ Kopfball (43.) .

Keystone
Schweiz gegen England
27 Bilder
Shaqiri verabschiedet sich bei den Fans.
Nach dem Schlusspfiff: Die Schweizer stehen enttäuscht auf dem Platz.
Shaqiri war ein Aktivposten bei den Schweizern.
Die Schweizer am Boden: im Bild Shaqiri.
Drmic kanns nicht fassen: Er vergibt eine Torchance.
Seferovic hadert mit dem Schicksal: Er vergibt eine Grosschance.
Drmic brachte neuen Schwung ins Schweizer Spiel.
Inler (r.) und Shaqiri ratlos nach dem 0:2 gegen England.
Seferovic vergibt eine Grosschance.
Danny Welbeck (r.) schiesst das 1:0 für England.
Englands Raheem Sterling im Kampf mit Valon Behrami (hinten).
Welbeck jubelt nach dem 1:0 für England.
Superparade von Yann Sommer.
Admir Mehmedi im Kampf um den Ball mit Gary Cahill.
Haris Seferovic vor dem englischen Tor.
Der türkische Schiedsrichter Cuneyt Cakir.
Valon Behrami im Kampf um den Ball gegen Raheem Sterling.
Vladimir Petkovic vor dem Spiel.
Xherdan Shaqiri gegen Englands Leighton Baines.
Stephan Lichtsteiner bei einem Einwurf.
Seferovic verstolpert sich eine gute Chance.
Roy Hodgson: Sein englisches Team hat die Schweizer geschlagen.
Die Mannschaftsaufstellung der Engländer.
Der Basler St.-Jakob-Park ist ausverkauft.
Kapitän Gökhan Inler gegen Wayne Rooney.
Xherdan Shaqiri gegen Englands Fabian Delph.

Schweiz gegen England

Keystone

Aktuelle Nachrichten