Langenthal
Gemeinderat will neue Massnahmen gegen Alkohol- und Drogenszene

Der Langenthaler Gemeinderat geht gegen die Alkohol- und Drogenszene der Stadt vor. Er verschärft die Kontrollen, baut die Betreuung aus und erlässt bauliche Massnahmen.

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Langenthaler Gemeinderat will Personen der Alkohol- und Drogenszene «integrativ» begleiten (Symbolbild)

Langenthaler Gemeinderat will Personen der Alkohol- und Drogenszene «integrativ» begleiten (Symbolbild)

Keystone

Das Konzept, das vorläufig für ein Jahr gilt, enthält repressive, betreuende und flankierende Elemente, wie der Langenthaler Gemeinderat am Freitag mitteilte. Er wolle strafbare Handlungen konsequent verfolgen, die Sicherheit der Passanten herstellen und die Personen der Alkohol- und Drogenszene «integrativ» begleiten.

Die Kantonspolizei werde angewiesen, ab sofort sämtliche Fusspatrouillen auf den Bereich der Szene in der Stadt auszurichten, schreibt der Gemeinderat. Ergänzend kommen für Überwachung und Kontrolle Securitas-Angestellte zum Einsatz.

Mehr Kontakt

Der Kontakt zu den Alkoholikern und Drogenabhängigen soll vermehrt aktiv gesucht werden. Vorgesehen ist somit eine Kombination aus Ordnungsdienst und mobiler Sozialarbeit. Dazu schliesst der Gemeinderat einen Leistungsvertrag mit dem Trägerverein für Jugendarbeit im Oberaargau (ToKJO) ab.

Als flankierende Massnahmen lässt der Gemeinderat das Grünareal zwischen der Langeten und der Jurastrasse, wo sich die Szene oft aufhält, weitestgehend roden. Das Areal wird zu einem ebenen Kiesplatz umgestaltet und täglich gereinigt. Die Sitzgelegenheiten kommen auch weg.

Die Wirkung der Massnahmen will der Gemeinderat monatlich auswerten, um das Konzept nötigenfalls anzupassen. Die Kosten für die baulichen Massnahmen betragen 40'000 Franken. Die Securitas- Einsätze sind mit 12'000 Fr. veranschlagt, die Leistungseinkäufe bei ToKJO mit 76'000 Franken.

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