Dietikon
Fische, Sterne und ein Leuchtturm: Eindrücke aus einem nächtlichen Kunstrundgang

Noch bis 28. Februar sind mitten in Dietikon Lichtkunstwerke ausgestellt. Es handelt sich um das Gemeinschaftsprojekt «DietikON – Lichtkunst erleben» von der Standortförderung und der Kulturabteilung der Stadt Dietikon.

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Angelika Dreher: «Hello darkness, my old friend» Eine gewöhnliche Unterführung aus grauen Betonwänden. Hie und da ein paar FCZ- oder Postleitzahl-Graffiti. Angelika Dreher hat diesen dunklen Ort gleich neben der Kirche St. Agatha in einen Sternenhimmel verzaubert. Ihr Kunstwerk mit dem passenden Titel «Hello darkness, my old friend» ebnet den Weg durch die alltägliche Tristesse hindurch. Für ein paar Meter spürt man himmlische Wärme. (Bilder: Sandra Ardizzone)
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Markus Eberhard: Leuchtturm Der Leuchtturm steht in der Mitte der Wiese bei der Kirchhalde, hinter dem Alters- und Gesundheitszentrum. «Er weckt Hoffnung und schenkt Geborgenheit», sagt Künstler Markus Eberhard über sein Werk. Und tatsächlich: Wer auf den Knopf am Turm drückt und so die Lichter anstellt, hat einen Wunsch frei – den man natürlich für sich behalten soll. In Zeiten wie diesen sicherlich ein Hoffnungsschimmer.
Marck: «White Cube» Ein quadratförmiger, weisser Würfel mit vier Bildschirmen steht auf dem Kirchplatz neben der Markthalle. Die Bildschirme scheinen mit Kondenswasser beschlagen zu sein. Eigentlich ist man bereits im Begriff, die Scheibe mit den Händen zu putzen – und geht dem Zürcher Künstler Marck damit prompt auf den Leim. Sein «White Cube» ist nämlich ein Paradebeispiel dafür, wie Kunstwerke auch trickreich und raffiniert sein können. Ein Grinsen entlockt der Würfel bestimmt jedem.
Pialeto: Leuchtende Fische Die drei übergrossen Fische des Künstlerduos Pialeto sind beim Gleis21 gleich neben dem Bahnhof zu sehen. Sie bestehen aus Bambusstangen und werden von innen mit LED-Strahlern ausgeleuchtet, mal wunderschön pink, mal bläulich. Was vor allem auffällt: Die Fische scheinen zu lachen. So sorgen sie in der Abenddämmerung für Heiterkeit, die in letzter Zeit sicherlich zu kurz gekommen ist.
Tobias Gutmann: «Let there be …» «Let there be …» heisst Tobias Gutmanns Werk auf dem Kronenplatz in den Schaufenstern der Alten Metzgerei. Schwarze und weisse Muster, Figuren, Striche, Wellen und Kreise tanzen miteinander, schwirren um sich herum, scheinen auf Konfrontationskurs zu sein. Ein herrliches Chaos, und doch sind klare Strukturen zu erkennen. Für das Auge ein wohltuendes Ereignis.

Angelika Dreher: «Hello darkness, my old friend» Eine gewöhnliche Unterführung aus grauen Betonwänden. Hie und da ein paar FCZ- oder Postleitzahl-Graffiti. Angelika Dreher hat diesen dunklen Ort gleich neben der Kirche St. Agatha in einen Sternenhimmel verzaubert. Ihr Kunstwerk mit dem passenden Titel «Hello darkness, my old friend» ebnet den Weg durch die alltägliche Tristesse hindurch. Für ein paar Meter spürt man himmlische Wärme. (Bilder: Sandra Ardizzone)

Limmattaler Zeitung

An insgesamt zwölf Standorten im Stadtzentrum sind jeweils von 17 Uhr bis 22 Uhr verschiedene Videoprojektionen, Leuchtobjekte und Kunstinstallationen zu bestaunen. Sie alle haben einen gemeinsamen Nenner: das Licht. «2020 war ein dunkles Kapitel im Leben vieler Menschen. Mit diesem Projekt wollen wir unserer Bevölkerung einen Hoffnungsschimmer schenken und ein Lichtzeichen setzen», sagt Mitinitiantin Cinzia Marti von der Standortförderung Dietikon. Und auch die Kunstszene soll gefördert werden: Für viele der zwölf Künstler ist es der erste Auftrag seit Ausbruch der Pandemie.