Niedergösgen
Ein letztes Mal heisst es Vollgas geben im «Mösli»

Sonnenschein und ein vielversprechendes Line-up – genügend Gründe, sich aufs Feelgood-Festival in Niedergösgen zu freuen. Es ist das zehnte und letzte.

Gabriela Strähl
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Die Vorbereitungen fürs Feelgood-Festival 2016 in Niedergösgen laufen auf Hochtouren
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Rund 50 Helfer gingen dem OK-Team beim Aufbau der Infrastruktur im Niedergösger «Mösli» zur Hand, rund 200 werden am Wochenende im Einsatz sein.
Wie immer mit Liebe zum Detail: Ferienfeeling in der Strandbar.
Helfer beim Errichten der WC-Container hinter dem grossen Festzelt.
Vorbereitungen fürs Feelgood-Festival 2016 in Niedergösgen

Die Vorbereitungen fürs Feelgood-Festival 2016 in Niedergösgen laufen auf Hochtouren

Remo Fröhlicher

Wer es bisher nicht geschafft hat, ans Feelgood-Festival im Niedergösger «Mösli» zu gehen, hat an diesem Wochenende die letzte Gelegenheit dazu: Zum zehnten und letzten Mal steigt das Festival am 29. und 30. Juli. Das Line-up mit vielen nationalen Musikgrössen verspricht jedenfalls einiges.

Seit letztem Freitag sind das OK-Team und rund 50 Helfer im Einsatz, damit bis heute Abend praktisch alles fertig vorbereitet ist. Am Wochenende sorgen rund 200 freiwillige Helfer für einen reibungslosen Ablauf. Dabei hilft dem Team, dass sie bereits gut eingespielt sind, wie OK-Mitglied Michael Hüsler erzählt. Auch das gute Wetter trägt zu einem raschen Aufbau bei.

Auge fürs Detail

Dadurch bleibt ihnen noch genug Zeit, sich der Dekoration und anderen Details zu widmen. Gerade dies sei ihnen dieses Jahr noch wichtiger als sonst. «Wir waren immer sehr detailverliebt. Aber dieses Jahr wollen wir es noch mal richtig toll machen.»

Das line-UP

Die diesjährige Feelgood-Ausgabe startet am Freitag mit rockigen Klängen: Arc Boisen aus der Region Olten eröffnen um 16 Uhr das Festival. Als Zweites tritt mit YOKKO eine junge Schweizer Indie-, Pop-, und Rockband auf. Am frühen Abend spielt die Irish-Folk-Rock-Gruppe Paddy Murphy (A) im Mösli. Später wird Baschi sein neues Album und wohl auch einige ältere Songs präsentieren. Nach ihm tritt mit Florian Ast ein alter Bekannter der Schweizer Musik-Szene auf. Abgerundet wird der Freitag vom Schlager-Duo ChueLee.

Am Samstag öffnet das Festgelände um 10 Uhr mit dem Familiennachmittag. Es gibt Zmorge mit Kaffee und Gipfeli. Besucher (Kinder bis 12 Jahre nur in Begleitung eines Erwachsenen), die vor 12 Uhr eintreffen, können die Festivalstimmung bis 15 Uhr gratis geniessen, anschliessend gelten die regulären Eintrittspreise. Um 12.30 Uhr startet Hilfssheriff Tom, eine Schweizer Countryband für Kinder. Ebenfalls eher für die kleineren Gäste gedacht ist der nächste Act: Christian Schenker & Grüüveli Tüüfeli. Mit dem Erlinsbacher Pascal Geiser spielt mit ein lokaler Bluesmusiker am Festival. Nach ihm tritt Anna Känzig, eine junge Zürcherin, auf, die sich dem Soul verschrieben hat. Nach ihr folgt mit Strawberry Jam feat. Jessy Howe eine zehnköpfige Band, die Soul, Funk und Rock'n'Roll zum Besten geben wird. Weiter geht es mit Schweizer Reggae und dem Zürcher Dodo: Spätestens seit dem letztjährigen Sommerhit «Hippie-Bus» ist er der ganzen Schweiz bekannt. Weniger bekannt hingegen ist die Bündner Band Liricas Analas. Das Spezielle an ihnen: Sie singen auf Rätoromanisch. Als Höhepunkt der letzten Feelgood-Ausgabe tritt mit Patent Ochsner eine wahre Grösse der Schweizer Musik-Szene auf: Songs wie «W. Nuss vo Bümpliz» oder «Scharlachrot» kennt jeder. Wer will, kann an beiden Tagen bis 4 Uhr morgens feiern. .(rb)

Dazu gehört wie schon letztes Jahr beispielsweise die Strandbar, für die extra Sand auf der Wiese ausgeschüttet wurde, sowie rund 20 jeweils heiss begehrte Liegestühle. Dies soll erneut für Strand- und Ferienfeeling am Festival sorgen.

Auch stehen wieder diverse Zelte mit Essensständen und Bars zur Verfügung. Auch die Samariter sind vertreten. «Wenn mal jemand von einer Wespe gestochen wird oder für die Leute, die ausser Alkohol nicht genügend getrunken haben», wie Hüsler grinsend kommentiert. Um umkippenden Festivalbesuchern vorzubeugen, will das Helferteam für genügend Abkühlungsmöglichkeiten sorgen, beispielsweise mit Sonnenschirmen und Planen. Die Künstler dürfen sich auf einen Pool im Backstage-Bereich freuen.

5000 bis 7000 Besucher

Tatsächlich versprechen die Wetterprognosen Sonnenschein und traumhafte Temperaturen. Weil es die letzte Ausgabe ist, erwarten die Organisatoren auch mehr Zuschauer als im Vorjahr. Deshalb haben sie das Gelände im Vergleich zum Vorjahr minimal vergrössert. Insgesamt werden 5000 bis 7000 Besucher erwartet.

Am Samstag sei es sogar denkbar, dass die Tickets am Schluss ausverkauft seien, sicherlich auch dank Patent Ochsner, die den krönenden Abschluss bilden. «Wir raten, am Samstagabend früh genug da zu sein, falls sich lange Warteschlangen am Eingang bilden», betont Hüsler. Für die Besucher stehen rund 1000 Parkplätze neben dem Gelände zur Verfügung, empfohlen wird aber die Anreise mit dem öV. Ein Shuttle-Bus verkehrt bis 4 Uhr morgens zwischen dem Gelände und dem Bahnhof in Schönenwerd.

Und wie ist die Stimmung im OK angesichts der letzten Ausgabe des Festivals? «Wir blicken dem Wochenende sicher mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen», so Hüsler. Umso mehr ein Grund, noch einmal Vollgas zu geben. Und so können OK, Helfer und alle Besucher das Festival noch einmal richtig geniessen.

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