SC Langenthal
Die Langenthaler standen wie uneinnehmbares Bollwerk

Nochmals wurde es ganz eng in der Halbfinalserie. Der SCL setzt sich aber dank einer tollen Defensivleistung 2:1 gegen die Neuenburger durch. Dies nach einem frühen Führungstor der Gäste.

Quentin Schlapbach
Merken
Drucken
Teilen
Langenthals Manuel Holenstein, links, im Kampf um den Puck gegen Chaux de Fonds Dan Vidmer

Langenthals Manuel Holenstein, links, im Kampf um den Puck gegen Chaux de Fonds Dan Vidmer

Marcel Bieri

evor die Fans auf Schoren kurz vor 10 Uhr in Jubelstürme ausbrachen, wurde es im letzten Playoff-Halbfinal zwischen dem SCL und La Chaux-de-Fonds noch einmal eng. Sehr eng sogar. Auch im siebten Spiel entscheidete ein einziges Tor. «Ich bin sehr stolz auf mein Team. Wir haben heute Charakter gezeigt», zog SCL-Coach Heinz Ehlers am Schluss der Partie Bilanz.

Das Ende war gewissermassen das pure Gegenteil des Anfangs, denn die Startphase ging dem SCL noch ordentlich in die Hose. Nicht einmal zwei Minuten vergingen, da lag das Team von Heinz Ehlers bereits in Rückstand.

Ganz stürmte in die Abwehrzone der Langenthaler, legte zurück auf Gailland, und dieser bezwang Eichmann mit einem präzisen Schuss in die rechte Ecke. Lange konnten die zahlreich angereisten Fans aus La Chaux-de-Fonds aber nicht jubeln. Der SCL fand besser ins Spiel und nutzte gleich in der ersten Überzahlsituation seine Chance.

Campbell sorgt für die Entscheidung

Das 1:1 war quasi die Kopie des ersten Treffers, mit dem Unterschied, dass die Protagonisten diesmal Tschannen (Passgeber) und Guyaz hiessen. Nach den 60 torlosen Minuten am Sonntag war dieser Treffer Gold wert fürs SCL-Selbstvertrauen.

Die Langenthaler rissen nach dem Ausgleich das Spieldiktat an sich. Zwar blieben die ganz grossen Chancen lange Zeit aus, aber der SCL liess umgekehrt in seiner Abwehrzone noch weniger zu. «Wir standen heute sehr gut », rühmte Ehlers sein Team. «Einzig im Schlussdrittel waren wir nach meinem Geschmack etwas zu passiv.»

Dass die Langenthaler sich im Schlussdrittel auf die Defensive konzentrierten, hatte einen guten Grund. In der 26 Minute gelang es Topskorer Jeff Campbell nach einer mehrminütigen SCL-Druckphase sein Team in Führung zu schiessen.

La Chaux-de-Fonds ohne Energie

Das 2:1 hätte für die Gäste eigentlich der Weckruf sein sollen. Aber den Uhrenstädtern gingen zum Schluss dieser Serie die Kräfte abhanden. Ihnen fehlte in den Schlussminuten die nötige Durchschlagskraft, um den Langenthalern noch einmal gefährlich zu werden. «Wir haben im letzten Drittel defensiv extrem solid gespielt», erklärte Alex Chatelain die fehlenden Chancen des Gegners.

Auch wenn die Langenthaler offensiv nicht mehr viel fürs Spiel machten, hinten standen sie auch dank einem sehr sicheren Marc Eichmann wie ein Bollwerk.