Werdinsel
Damit Spaziergänger nicht erschrecken: Schilder warnen vor Nacktbadenden

Spaziergänger sollen auf der Zürcher Werdinsel auch diesen Sommer nicht von Nacktbadenden überrascht und erschreckt werden. Deshalb beschildert die Stadt Zürich den Nacktbadebereich erneut. Allerdings stellt sie diese Saison weniger Tafeln auf als während der letztjährigen Testphase.

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Nacktbadende halten sich seit über 50 Jahren auf dem Werdinselspitz unterhalb des Kraftwerks auf.

Nacktbadende halten sich seit über 50 Jahren auf dem Werdinselspitz unterhalb des Kraftwerks auf.

Alex Rudolf

Die Schilder werden bis auf Weiteres jeweils während der Badesaison aufgestellt. Dies teilte Grün Stadt Zürich am Mittwoch mit. Die Schilder wurden in Kooperation mit den Homosexuellen Arbeitsgruppen Zürich und Checkpoint Zürich entwickelt.

Die Tafeln sind als Handlungsempfehlung zu verstehen. Sie zeigen auf, in welchem Bereich mit Nacktbadenden zu rechnen und wo das Tragen von Kleidung erwünscht ist.

Seit über 50 Jahren ist der Werdinselspitz unterhalb des Kraftwerks ein beliebter FKK-Badeort. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass Fussgänger, die auf diesen Teil der Werdinsel gelangen, von nackten Menschen überrascht werden und sich dann im Quartier und bei der Stadt beschweren.

Die SP regte deshalb in einem Postulat im Gemeinderat an, der Stadtrat solle eine geeignete Beschilderung des FKK-Bereichs prüfen, wie dies beim Katzensee gemacht worden sei. Auf diese Weise könnten die Nutzungsbedürfnisse aller Werdinsel-Besucher angemessen berücksichtigt werden.

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