Samariterverein
Samariterverein Endingen vor dem aus? – Rettungsversuch mit Aktionstag gescheitert?

Rosmarie Schellenberg
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Spätestens seit der letzten Vereinsversammlung ist allen Mitgliedern klar, die Zukunft des Samaritervereins hängt am seidenen Faden. Um den Verein am Leben zu erhalten, bleibt nicht mehr viel Zeit und die Vorgaben sind klar. Abklärungen der möglichen Zusammenarbeit mit den benachbarten Samaritervereinen treffen und neue Vereins- und vor allem Vorstandsmitglieder suchen. Der Überlebenskampf erweist sich, wie sicher auch in anderen Vereinen, schwierig. Nach einem gemeinsamen Gespräch zeigt sich, dass sowohl für den Samariterverein Würenlingen als auch für den Samariterverein Lengnau eine Zusammenarbeit nicht in Frage kommt. Lengnau unterstützt unser Kurswesen immerhin mit einer Kursleiterin, damit wir wenigstens die Anfragen für Erste-Hilfe-Kurse erfüllen können. Im SV Döttingen ist die Zukunft auch etwas ungewiss, eine Fusion jedoch wird eher ausgeschlossen. Bleibt demnach die Suche nach neuen Aktivmitgliedern, wobei hier vor allem das Wort AKTIV hervorzuheben ist. Die Solidarität der Dorfbevölkerung zeigt sich am Ergebnis der finanziellen Unterstützung, am gut besuchten Zmorge und bei der Anfrage der Postendienste. An der „passiven“ Hilfe liegt es definitiv nicht, dass wissen wir. Mit unserem Aktionstag am vergangenen Samstag in der Remise von Matthias Spuler wollten wir uns der Bevölkerung zeigen, auf unsere Situation aufmerksam machen. Mit viel Aufwand und voller Enthusiasmus wurden die Vorbereitungen getroffen, Vereins- und Übungsmaterial auf den Platz gebracht und alles liebevoll und ansprechend eingerichtet. Von 09.00-14.00 Uhr standen Grill und Kühlschrank mit Gratiswurst und –Getränken bereit. Mit Fallbeispielen hätten wir den Interessierten gerne gezeigt wie wir uns an den Übungsabenden auf die Ernstfalleinsätze vorbereiten. Als zusätzliche Attraktion wartete ein Instruktor mit dem Roll-Car darauf allen zu zeigen, wie man sich und andere aus einem Auto retten kann, dass sich überschlagen hat und auf dem Dach oder der Seite liegen bleibt. Wir bedanken uns bei den 20 Interessierten, die den Weg zu uns gefunden haben, wobei die Hälfte davon Familienangehörige waren. Ernüchternde Erkenntnis nach dem Anlass – der Samariterverein liegt wohl in den letzten Atemzügen. Wir brauchen DRINGEND Erste-Hilfe! Unsere Reanimation und unser Defibrillator sind neue Mitglieder, die auch bereit sind Vorstandsarbeit zu übernehmen. Finden wir diese nicht, steht bei der nächsten Vereinsversammlung im Februar 2019 das Herz des Samaritervereins still. Lebensretter dürfen sich sofort bei einem unserer Mitglieder oder der Präsidentin, Rosmarie Schellenberg 079 335 10 79 melden.