SLRG Baden-Brugg
Rettung in letzter Sekunde ...

Nathalie Zulauf
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Ein Foto einer Übung. Der Rettungsschwimmer trägt einen Neopren-Anzug, Helm und Schwimmweste. Der Kopfsprung ist nur möglich, da er das Gewässer sehr gut kennt. An der Schwimmweste wurde bei der Rettung ein Seil befestigt, um den Schwimmer mit der geretteten Person sicher an Land zu bringen.

Ein Foto einer Übung. Der Rettungsschwimmer trägt einen Neopren-Anzug, Helm und Schwimmweste. Der Kopfsprung ist nur möglich, da er das Gewässer sehr gut kennt. An der Schwimmweste wurde bei der Rettung ein Seil befestigt, um den Schwimmer mit der geretteten Person sicher an Land zu bringen.

Vier Rettungsschwimmer der SLRG Sektion Baden-Brugg retteten am Samstagnachmittag einen Vater und seinen Sohn aus der Aare bei Brugg. Die beiden wurden von der starken Strömung überrascht. Total entkräftet hielten sie sich auf einem überfluteten Felsen auf. Sie trugen keine Schwimmwesten.

Die Rettungsgruppe der SLRG Sektion Baden-Brugg traf sich dieses Wochenende zum zweiten Mal. Die starke Strömung und der hohe Wasserstand sind optimale Bedingungen, um den
Ernstfall zu trainieren. An den Übungen der Rettungsgruppe nehmen ausschliesslich gute Schwimmer mit Modul Fluss teil.

Als die Rettungsschwimmer mit ihrer Übung fertig waren und die Aare aufwärts von der Altstadt in die Badi Brugg liefen, bemerkten sie zwei Personen auf der Höhe des Brunnenmüli Stegs. Ein Vater und sein Sohn befanden sich auf einem stark überspülten Felsen, von dem sie sich nicht wegbewegen konnten. Eigentlich wollten sie unterhalb der Eisenbahnbrücke aus dem Wasser steigen, aber diese Stelle verpassten sie um rund 50 Meter. So trieben sie auf die Stromschnellen zu und gerieten in Panik. Da sie keine Schwimmwesten trugen, zog die starke Strömung sie immer wieder nach unten.

Es brauchte vier Personen, um Vater und Sohn zu retten

Durch Hilferufe und Hinweise von Passanten erkannten die
Rettungsschwimmer die Notlage und rannten zum Ufer. Die vier Lebensretter sind ein eingespieltes Team: Beim ersten Rettungsschwimmer wurde an der Schwimmweste ein Seil befestigt. Zwei weitere Rettungsschwimmer sicherten das Seil,
so dass der erste Rettungsschwimmer den Sohn retten konnte. Der Knabe wurde an Land von einem vierten Rettungsschwimmer betreut. Der Vater konnte sich gerade noch
auf dem Felsen halten, als der erste Rettungsschwimmer bei ihm
ankam. Dann liess er sich gleich fallen und wurde ebenfalls gerettet. Dank des Einsatzes der vier Rettungsschwimmer kamen Vater und Sohn mit einem Schrecken davon.

Das Schwimmen in fliessenden Gewässern ist gefährlich.
Es sind dabei immer die Flussregeln der SLRG zu beachten:
https://www.slrg.ch/de/praevention/3x6-regeln/flussregeln.html