Orchesterverein Rheinfelden
Konzert des Orchesters Beider Rheinfelden

Jean Jacques de Wijs
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Die jungen Schlagzeuger Lean und Loïc Meyer
Posaunen in der Karelia Suite.jpg

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Klassisches Sinfoniekonzert des Orchesters beider Rheinfelden im Kurbrunnensaal

(DE) Am Sonntag 15 November 2015 lud das Orchester beider Rheinfelden mit seinem Dirigenten Lukas Merkelbach zu seinem Herbstkonzert im Kurbrunnensaal ein. Diesmal war feinste Klassik angesagt.

Zahlreiches Publikum und viele Kinder zog es an diesem Herbstnachmittag in den Kurbrunnensaal. Doch nicht nur Kinder waren im Saal, sondern Kinder spielten auch im Orchester. Diesmal waren es der 12Jährige Lean Meyer an den Pauken und sein 14Jähriger Bruder Loïc Meyer an der grossen Trommel. Sie meisterten ihre anspruchsvollen Parts konzentriert und präzise. Bravo!

Zum Auftakt des Konzertes erklang Mozarts Haffnersinfonie. Das schwungvolle Allegro con spirito zauberte vom ersten Takt an bereits die vertraute wohltuende Mozartsche Konzertatmosphäre in den Saal. Eine Welt, in der die Harmonien wie Balsam direkt ins Herz gehen. Die Bläser brillierten und entfalteten ihren vollen Klang. Lukas Merkelbach führte die MusikerInnen sicher und motivierend durch das grosse und anspruchsvolle Werk. Insbesondere die Geigen waren hier sehr gefordert von sehr exponierten Passagen. Als zweites Stück erklang Edward Elgars Streicherserenade. Hier wurden die Zuhörer in eine wogende Welt von Bewegung und Emotionen mitgenommen. Gerne liess man sich vom fliessenden Schönklang einhüllen und war umflutet von sanften Träumen.

Zum Abschluss wurde die Karelia-Suite von Jean Sibelius zelebriert. Mit ganz grosser Bläserbesetzung entfaltete sich eine fantastischer Umzug voller Prunk , Lust und Leben. Ein Showstück par excellence. Doch auch ein tiefer melancholischer Untergrund trat hervor und zeigte, dass unter der Oberfläche noch ganz anderes Seelenleben pulsiert. Unendliche Sehnsucht, Hoffnung, Hingabe. Das wunderbare Englischhorn-Solo von Dominique Fauquex ging unter die Haut. Ebenso die weiteren Bläsersoli. Es war durch die Streicherpizzicati wunderbar getragen. Doch fast zu schnell zog mit dem Marsch das pralle Leben wider ein und riss die Zuhörer in den Rausch eines Volksfestes mit. Ein herrlicher Sonntag, das geputzt Volk zieht auf. Allerlei lustige Figuren zeigen sich, werden bestaunt, tänzeln weiter. Doch auch hier weist uns Sibelius unmissverständlich immer wieder darauf hin, dass unter aller Fröhlichkeit die Realität des Todes lauert.

Das Publikum spendierte begeisterten Applaus. Wir freuen uns bereits auf das nächste Konzert am 12 Juni mit einem ebenso attraktiven Programm: Die Hebriden Ouvertüre von Mendelssohn und die Unvollendete Sinfonie von Schubert.

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