Orchesterverein Rheinfelden
Frühlingskonzert des Orchesters beider Rheinfelden am Muttertag 10 Mai 2015

Jean Jacques de Wijs
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Bilder zum Leserbeitrag

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Zum Muttertag fand das Frühlingskonzert des Orchesters beider Rheinfelden (Orchesterverein Rheinfelden-CH) im Musiksaal der Musikschule Rheinfelden-CH statt.

39 engagierte Streicher, Bläser und Lean Meyer, ein junger begabter Schlagzeuger, gaben ihr Bestes. Auf dem Programm stand je ein Werk von Leoš Janáček und Antonín Dvořák.

Die Suite für Streichorchester von Janáček zeigte schon in den ersten Takten, dass die slawischen Komponisten andere musikalische Elemente verwenden, als die mitteleuropäischen Klassiker. So erklingt diese Musik frei beschwingt. Seelisches Fließen und Klangweben pur, wenig eingeschnürt von zwingendem Takt und dominierender Rhythmik. Wir fliegen durch zauberhafte Landschaften und lassen uns tragen vom dichten Klangteppich, von dem aus wir immer wieder neue Klangfarben entdecken. Es war für die Streicher eine große Herausforderung, sich in diesem vielschichtigen Fluss sicher zu bewegen, zumal sich auch die Intonation wesentlich komplexer gestaltet als bei der unseren Ohren so wohl vertrauten Harmonik der Klassik.

Im zweiten Teil erklangen die zehn Legenden von Dvořák. Man wurde durch die Empfindungswelt der slawischen Seele geführt, in ihre Schattierungen Seufzer und Freuden. Hier kamen die Bläser und die Pauken dominant zur Geltung, gaben dem musikalischen Geschehen Glanz, Struktur und Rhythmus. Angesichts der dieser wichtigen Funktion der Bläser hätte ich mir von ihnen mehr Sicherheit und Präsenz in der Melodieführung gewünscht.

Zum Dank gab es einen schönen Applaus fürs Orchester, den Dirigenten Lukas Merkelbach und speziell auch für den jugendlichen Lean Meyer an den Pauken und für die 11jährige Marta Sasse, Violine, die das ganze Programm mitgespielt hat! Chapeau!
Dorothea Ernst

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