Bezirks-Feuerwehr-Verband-Gäu
Diskussionsvolle Delegiertenversammlung

Daniel Kaspar
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Die Plätze füllen sich

Freitag, 28. Februar 2020, ein Tag wie jeder andere - eigentlich - wäre da nicht das Corona-Virus, welches auch den organisierenden Feuerwehrkommandanten aus Niederbuchsiten und den Co-Präsidenten des Bezirk-Feuerwehr-Verbands Gäu in Atem halten würde. Bereits ab dem Morgen klingelten die Telefone von Dominik Berger und Michael Studer im Dauereinsatz. «Findet die DV heute Abend statt?», dies eine der dringlichsten Fragen, welche die beiden zu beantworten hatten.

«Ja, sie findet statt», so die Antwort der beiden. Somit durfte Michael Studer, Präsident BFVG, abends um 19 Uhr 69 Anwesende in der Mehrzweckhalle in Niederbuchsiten zur 103. Delegiertenversammlung begrüssen. Grussworte der Gemeinde wurden von Vize-Gemeindepräsident Mario Baumgartner überbracht. «Veränderung, die einzige Konstante in den letzten Jahren im Verbandswesen», mit diesen Worten leitete Studer den Abend ein.

Zu Diskussionen an der Delegiertenversammlung führte dann auch eine Veränderung, welche mittels Vorschlag vom Verband den anwesenden Delegierten unterbreitet wurde. Ziel war es, den Jahresbeitrag pro Einwohner/Mitarbeiter zu reduzieren. Der Vorstand präsentierte die Variante, neu noch neun Rappen zu erheben. Ein Anwesender der Versammlung meldete sich zu Wort: «Ich bin der Meinung, dass die Gemeinden hinter den Feuerwehren stehen. Somit sollen sie dieses mit dem Beitrag von 17 Rappen pro Einwohner/Mitarbeiter bestätigen.» Sein Antrag lautete somit, den Jahresbeitrag wie Anhin zu belassen. Eine weitere Wortmeldung suchte den Mittelweg. Antrag: 12 Rappen. Nach einer Diskussion von rund zehn Minuten folgten die Abstimmung und eine Pause von zirka zehn Minuten. Durch das Annehmen des Mittelweges musste kurzerhand das Budget angepasst werden. Nach der unplanmässigen Pause entschuldigte sich Studer für den Unterbruch und betonte: «Das ist doch ein Zeichen, dass unser Verband am Leben ist.»

Demissionen und Ehrungen

An der Versammlung waren zwei Demissionen zu verzeichnen. Zum einen, jene des Co-Präsidenten, Reinhard Studer und zum anderen jene des Presseverantwortlichen, Daniel Kaspar. Für Studer musste keinen Ersatz gesucht werden, da sich der andere Studer, respektive sein Kollege des Co-Präsidiums als Präsident zur Verfügung stellte. Michael Studer wurde einstimmig unter kräftigem Applaus gewählt. Auch der weitere Vorstand wurde einstimmig bestätigt. Das Amt «Presseverantwortlicher» ist zurzeit vakant.

Ehrungen wurden an der Delegiertenversammlung im eigentlichen Sinne keine vorgenommen. Neu werden die Angehörigen der Feuerwehren, welche sich durch 25 Jahre im Dienste der Bevölkerung verdienstvoll gemacht haben, an einem separaten Anlass des Feuerwehrwehrverbands des Kantons Solothurn geehrt. Dieser sollte eigentlich am 13. März in Solothurn stattfinden. Aus Gründen des grassierenden Corona-Virus musste dieser aber verschoben werden.

Text und Fotos: Daniel Kaspar

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