SP und Unabhängige Thal-Gäu
Bürgerliche Thal-Gäuer Parteien vernachlässigen die politische Frauenförderung

Claudia Müller
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Der Frauenanteil auf den Wahllisten von GLP, SVP, FDP und CVP bei den Kantonsratswahlen in der Amtei Thal-Gäu ist bedenklich. Nun braucht es endlich konkrete Massnahmen zur Erhöhung der politischen Partizipation von Frauen und zur verbesserten Gleichberechtigung auf allen Ebenen. Nicole Wyss (Kantonsrätin SP) reicht hierzu einen Auftrag ein.

Mit grossem Bedauern hat die SP Thal-Gäu zur Kenntnis genommen, dass bei SVP, FDP, GLP, Schweizer Demokraten und CVP von insgesamt 45 Kandidaturen in der Amtei Thal-Gäu nur 11 Plätze von Frauen belegt sind. Das ist ein Frauenanteil von gerade mal 24.4%. Dass es auch anders geht und es im Thal-Gäu viele kompetente Frauen gibt, die sich politisch engagieren wollen, zeigt die Kantonsratsliste der Sozialdemokratischen Partei (7 Frauen / 6 Männer).
Nicht nur im Bereich der politischen Teilnahme von Frauen gibt es Mängel. In vielen weiteren Bereichen ist keine oder nur eine geringe Entwicklung in Richtung Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau zu beobachten. Kantonsrätin Nicole Wyss äussert sich folgendermassen: «Immer noch wird ein Grossteil der politischen, amtlichen oder wirtschaftlichen Führungspositionen von Männern besetzt und es existiert ein erheblicher Unterschied im Lohn von Frauen und Männern bei gleicher Tätigkeit. Immer noch ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Väter und Mütter schwierig. Ebenfalls bestehen kaum Massnahmen gegen die Altersarmut von welcher besonders Frauen betroffen sind.»
Die Sozialdemokratische Partei Thal-Gäu hat sich dieser Thematik angenommen. An der nächsten Kantonsratssession wird Kantonsrätin Nicole Wyss, einen Vorstoss einreichen. Der Regierungsrat wird darin beauftragt, eine Strategie sowie einen Aktionsplan Gleichstellung sowohl für die kantonale Verwaltung als auch ausserhalb der kantonalen Verwaltung auszuarbeiten. Darin sollen entsprechende Ziele und Massnahmen definiert werden.