St. Martinsbruderschaft zu Olten
78. Martinsfest der St.Martinsbruderschaft zu Olten

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Kürzlich feierte die St. Martinsbruderschaft zu Olten das 78. Bruderschaftsfest. Der Festgottesdienst wurde vom kirchlichen Ehrengast Dr. Markus Thürig, Generalvikar des Bistums Basel, zelebriert. Unter der Leitung von Silvan Müller sang der Kirchenchor St. Martin zusammen mit der Choral Schola die Schutzengel-Messe (Messe des anges gardiens) von Abbé Joseph Bovet. Barbara Tillmann, Oboe, Sylvie Diserens, Oboe d’amore, Rahel Minder und Susanne Straeter, Fagott, begleiteten zusammen mit Francesco Pedrini, Orgel, die Messe und spielten weitere Werke von Bovet und seinen Zeitgenossen.

In seiner Martinspredigt fasste Generalvikar Thürig die Lesung von Apostel Paulus zusammen: Diese erinnert, wie man jetzt und hier gottgefällig lebt, „gutes Werk und Wort“ tut, die „Herzen auf die Liebe Gottes ausrichtet“, Geduld, Glaubensnachfolge und Festhalten an der Liebe. Er wiederholte die Kernaussage des verlesenen Matthäusevangeliums: "Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan." und stellte beide Schriftstellen in den Zusammenhang mit den Taten des heiligen Matins von Tours und dem Auftrag der 77-jährigen Martinsbruderschaft.

Im Anschluss an den Gottesdienst war die Festgemeinde zu einem Apéro, serviert von der Frauengemeinschaft St. Martin, in den Bibliothekssaal eingeladen.

Im Josefsaal konnte Obmann Martin Restelli knapp 90 Martinsbrüder, Gesellen, Gesellenanwärter und Gäste begrüssen. Als weltlicher Ehrengast war Regierungsrat Roland Heim anwesend.

In seiner Ansprache dankte Regierungsrat Roland Heim für die Einladung zum Martinsfest und berichtete über verschiedene Martinslegenden. Er stellte Vergleiche zwischen Vergangenheit und Gegenwart her und betonte, dass es auch heute Not, Armut und Leid gibt. Daher sind Frieden, Solidarität, Grosszügigkeit und Barmherzigkeit wichtig. Zur Freude und Aufheiterung aller, fasste Roland Heim seine Rede dann gleich selbst nochmals eloquent im «Solothurner Protokollstil» zusammen. Er wünschte der Bruderschaft Freundschaft, Geselligkeit, gute Begegnungen und viel Freude.

Obmann Marin Restelli konnte Thomas Büttiker, Konrad Schenker und Thong Vo als neue Gesellen aufnehmen. Peter Martin Fromm und Jürg Studer wurden nach dem Ende ihrer Gesellenzeit feierlich zu Martinsbrüdern ernannt.

Martinsbruder Bernhard Berger erhielt für seine 50-jährige Mitgliedschaft ein Präsent.

Die Mantelspende ergab mit rund 11'000 Franken ein ansehnliches Ergebnis. Die katholische Sozial- und Beratungsstelle wird vor Weihnachten wiederum zahlreichen bedürftigen Mitmenschen in der Region eine Freude bereiten können.

Roland Anderegg, Statthalter

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