Wie vor zwei Jahren in Budapest bedeuteten über 200 m Lagen für Maria Ugolkova auch die WM-Halbfinals in Gwangju Endstation. Die 29-Jährige vom SC Uster Wallisellen zeigte allerdings als Neunte eine ganz starke Leistung und benötigte für die vier Bahnlängen in je einem Schwimmstil nur 2:10,72. Zum Einzug in den WM-Final der besten acht fehlten ihr letztlich nur 23 Hundertstel.

Immerhin blieb Ugolkova um 0,13 Sekunden unter ihrem eigenen Schweizer Rekord vom August 2018 in Glasgow. Damals in Schottland hatte die gebürtige Russin in ihrer Paradedisziplin EM-Bronze gewonnen. Auch hat sie mit ihrer Performance in Südkorea die vom Schwimm-Weltverband FINA geforderte A-Limite für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio unterboten.

Halbfinalschnellste in Gwangju war die ungarische Titelverteidigerin Katinka Hosszu in 2:07,17.

Erster Weltrekord durch Adam Peaty

Adam Peaty hat im Halbfinal über 100 m Brust für den ersten Weltrekord an den Schwimm-Weltmeisterschaften in Gwangju gesorgt. In 56,88 blieb der Brite um 0,22 Sekunden unter seiner eigenen Bestmarke, die er im letzten August in Glasgow bei seinem EM-Triumph aufgestellt hatte.

Im Kampf um Gold kassierte die WM-Seriensiegerin Katie Ledecky in Südkorea eine ihrer ganz seltenen Niederlagen. Die Rekordweltmeisterin aus den USA musste sich über 400 m Crawl der erst 18-jährigen Australierin Ariarne Titmus deutlich geschlagen geben. Über die gleiche Distanz bei den Männer gelang dem des Dopings verdächtigten Chinesen Sun Yang erfolgreich die Titelverteidigung. Über 4x100 m Crawl triumphierten bei den Männern die USA, bei den Frauen Australien.