Bei Temperaturen über 30 Grad rappelt sich der 25-Jährige zwar noch einmal auf, stürzt dann aber ein weiteres Mal und kracht mit dem Kopf in ein Brückengeländer und schafft es nicht mehr auf die Beine.

Das Schockierende dabei: Hawkins kriegt weder Hilfe von den Zuschauern, noch eilen Ärzte herbei. Alle schauen nur verdutzt über die Abschrankungen, einige machten sogar Fotos statt zu helfen.

Eine gefühlte Ewigkeit

Zwei Minuten nach seinem Sturz windet sich Hawkins immer noch auf dem Asphalt. Als ihn der spätere Sieger Michael Shelley überholt, passiert ... nichts. Erst eine gefühlte Ewigkeit nach seinem Zusammenbruch wird der Schotte mit der Ambulanz ins Spital gefahren.

Die Organisatoren erklärten, dass Hawkins geholfen wurde, sobald er selbst nach Hilfe gefragt hatte. Marathon-Läufer werden automatisch disqualifiziert, wenn sie medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.

Hawkins' Betreuer sagten nach dem Rennen, dass ihr Schützling in «keiner ernsten Lage» und bereits wieder ansprechbar sei. Robbie Simpson, der als Dritter ins Ziel kam und seinen Landsmann überholte, erklärte: «Ich hätte eigentlich gerne gestoppt und ihm geholfen», so Simspon. «Aber ich war selbst in Schwierigkeiten.» Sieben von 24 Läufern beendeten den Marathon nicht. (pre)