OL
Grösster Sporttag der Schweiz

OL-Wettkämpfe für Schulen gibt es im ganzen Land. Doch so viele Schüler wie in Aarau machen nirgends mit.

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Aargauer Zeitung

Andrea Marthaler

Nie treiben in der Schweiz mehr Kinder gemeinsam Sport als beim Aargauer sCool-Cup im Aarauer Schachen. 2800 Schülerinnen und Schüler traten gestern gegeneinander zum Orientierungslauf an.

Statt Pferde sprinten Kinder über die Wiesen. Auf der Rennbahn und auf dem umliegenden Gelände sind Posten verteilt. In Zweier- und Dreiergruppen starten die Mittel- und Oberstufenschüler. Insgesamt 130 Schulklassen machen beim Wettkampf mit, der über zwei Läufe geht. Während die Einen laufen, vertreiben sich die Anderen die Pause mit Mini-OL, Fussball oder Unihockey. Einige Klassen sind auch im benachbarten Schwimmbad anzutreffen, wo sie sich abkühlen.

«OL ist die erfolgreichste nicht olympische Sportart», betont Robert Hilty, OK-Chef des Aargauer sCool-Cup. Zudem sei die Schweiz die stärkste OL-Nation weltweit. Dies beweisen die 14-fache OL-Weltmeisterin Simone Niggli-Luder und der Aargauer OL-Weltmeister Matthias Merz, die gestern für eine Autogrammstunde zur Verfügung standen. Anders als in andere Sportarten braucht es beim OL micht nur sportliches Können, sondern auch den Kopf. Für Hilty ist klar: «OL stellt am meisten Anforderungen.»

Schnell nur schnell, auch genau

Dass beim OL nicht nur zählt, wer am Schnellsten ist, merkten auch die Teilnehmer am sCool-Cup. Damit die Schüler schnell nacheinander starten konnten, wurden mehrere Strecken ausgesteckt. Die teils sehr nahe beieinanderliegenden Posten irritierten einige Schüler. «OL-Läufer laufen normalerweise Posten ab, hier ist es bei den Einen eher ein Suchen», bemerkte Friedrich Sommer, Präsident des Aargauer Orientierungslaufverbandes.

Für den Aargauer Sportminister Alex Hürzeler integriert der sCool-Cup Schule und Sport optimal. «Auch Kinder, die sich sonst nicht so bewegen, werden an den Sport herangeführt.» Hürzelers eigene OL-Karriere begann erst im Militär, wobei er seine Stärke im Kartenlesen und nicht im Laufen sieht. «Wenn man die Karte in der Hand hat, kann man aber auch Einfluss auf das Tempo nehmen.»

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