Die Weltnummer 1 stellte ihre Topform auch in der Londoner O2 Arena eindrücklich unter Beweis. Als einziger schien er kaum Probleme zu bekunden, sich an die Bedingungen in der Halle anzupassen. Sein Gruppensieg stand bereits vor dem letzten Spiel am Freitagabend gegen Marin Cilic fest. Dennoch boten der Serbe und der Kroate den Zuschauern eine der besseren Partien dieser an Höhepunkten eher armen Woche. Djokovic schlug hervorragend auf, verlor bei eigenem Service nur gerade fünf Punkte und wehrte im Tiebreak des ersten Satzes einen Satzball. Am Ende gewann er aber ohne übermässig viel Energie zu verbrauchen in in 95 Minuten 7:6 (9:7), 6:2.

Auch für Cilic ging es in dem Spiel um nichts mehr, da der Deutsche Alexander Zverev am Nachmittag 7:6 (7:5), 6:3 gegen den Amerikaner John Isner gewonnen und sich damit das letzte Halbfinal-Ticket gesichert hatte. Gegen den 2,08-m-Riesen Isner, der auch sein drittes Spiel verlor, entschieden wie meist ein paar wenige Punkte. Den einzigen Breakball im ersten Satz hatte Isner, am Ende ging es aber wie so oft ins Tiebreak, in dem der Deutsche die Oberhand behielt. Im zweiten Durchgang nutzte er seine einzige Breakchance der gesamten Partie zum 5:3. Er trifft am Samstagnachmittag in seinem ersten Masters-Halbfinal auf Roger Federer.