Super-G von St. Anton
Super-Frauen! Sensationeller Sieg von Lara Gut-Behrami – Corinne Suter wird Dritte

Die Schweizer Skifahrerinnen haben es in St. Anton allen gezeigt! Und es war messerscharf, denn fehlerfrei war Lara Gut-Behramis Fahrt überhaupt nicht. Und auch Corinne Suter blieb nicht ohne Fehler.

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Die Erleichterung ist riesig: Lara Gut-Behrami nach ihrem ersten Super-G-Sieg nach knapp drei Jahren.

Die Erleichterung ist riesig: Lara Gut-Behrami nach ihrem ersten Super-G-Sieg nach knapp drei Jahren.

Expa/Johann Groder / APA/APA

(keg) Die Erleichterung war so gross, dass sich Lara Gut-Behrami bei der Siegerehrung eine Träne aus dem Auge wischen musste. Endlich wieder ein Sieg! Nach knapp drei Jahren schaffte es die Tessinerin im Super-G wieder zuoberst aufs Podest.

Dabei war sie im Zielraum nach ihrer Fahrt unzufrieden. Sie verwarf die Hände, weil ihr ein grober Schnitzer passierte. Den Eisfall erwischte sie nämlich noch perfekt. Doch dann im unteren Teil passierte ein grober Fehler, sie erwischte die Kurve nur knapp und bretterte um ein Haar am Tor vorbei. Doch die routinierte Athletin rettete sich mit viel Können ins Ziel und baute ihren Vorsprung sogar noch aus. Im Interview mit dem Schweizer Fernsehen sagte sie kurz nach der Fahrt:

Ich liebe solche Super-Gs. Es war eine schwierige und spektakuläre Piste. Ich nehme dieses gute Gefühl gerne mit.

Erst nach dem Rennen konnte sie richtig aufatmen und ihren Sieg geniessen. Die Erleichterung schien riesig:

Ich gehe jedes Mal an den Start und denke, heute kann der Tag sein, an dem ich gewinnen kann. Ich weiss, dass ich Ski fahren kann, dafür trainiere ich auch jeden Tag. Mir hat immer das letzte Selbstvertrauen gefehlt, heute habe ich es geschafft.

Für Lara Gut-Behrami ist dies der 27. Weltcup-Sieg. Und Nummer 13 im Super-G.

Corinne Suter stark unterwegs

Die Titelverteidigerin im Super-G-Weltcup, Corinne Suter, startete mit der Nummer 9 ins Rennen und kam sehr gut, aber auch nicht ganz fehlerfrei durch den vereisten Super-G. Sie lieferte sich ein heisses Rennen gegen Lara Gut-Behrami, musste sich aber am Schluss mit dem 3. Platz (20 Hundertstel Rückstand) begnügen. Es sah längere Zeit nach einem Schweizer Doppelsieg aus, erst mit Startnummer 13 kam die Italienerin Marta Bassino ins Rennen und zeigte eine sehr gute Leistung. Die 24-Jährige verlor nur 16 Hundertstel auf Gut-Behrami und schob sich zwischen die Schweizer Skicracks. Die Super-G-Siegerin von Val d'Isère, Ester Ledecka, musste sich mit Rang 6 zufrieden geben.

Prominente Ausfälle

Für die Vortagessiegerin in der Abfahrt - Sofia Goggia (ITA) - ging die Rechnung im Super-G nicht auf. Sie nahm viel zu viel Risiko und wählte eine zu schwierige Linie, erwischte dann auch noch einen Schlag, der sie schon nach 13 Sekunden von der Piste katapultierte. Fast 40 Prozent der Fahrerinnen schieden aus. Darunter auch zwei Schweizerinnen: Priska Nufer und Jasmina Suter.

Die weiteren Schweizerinnen:

  • 7. Michelle Gisin +1.48
  • 8. Wendy Holdener +1.67
  • 13. Joana Hählen +3.34