Schweizer Nati
Yakin nach dem 0:4 gegen Portugal: «Ich bin nicht beunruhigt!»

Nach dem miserablen 0:4-Auftritt in der Nations League gegen die Portugiesen sind die Schweizer um deutliche Voten nicht verlegen. Mittelfeldspieler Freuler sagt: «Es war von A bis Z ein schlechtes Spiel.»

Christian Brägger, Lissabon
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Ratlos: Der Schweiezr Nationaltrainer Murat Yakin

Ratlos: Der Schweiezr Nationaltrainer Murat Yakin

Bild: Laurent Gillieron/KEYSTONE

Die Nacht war weit fortgeschritten, als Remo Freuler nach dem 0:4 im Stadion von Sporting Lissabon zur Mixed Zone kam. Der Mittelfeldspieler, der erst beim Stand von 0:4 ins Geschehen hatte eingreifen dürfen, sagte: «Wir haben keinen guten Eindruck hinterlassen. Es war von A bis Z kein gutes Spiel. Nun haben wir etwas gut zu machen.».

0:4. Man muss weit zurückgehen, bis man eine solche Klatsche auf Schweizer Seite findet. 2008 im Test gegen Deutschland unter Trainer Köbi Kuhn war das, danach war an der EM in der Vorrunde Schluss. Und jetzt ist es ein WM-Jahr.

Frei sagt, es gebe nichts schönzureden

Entsprechend fand auch Fabian Frei, der in der Innenverteidigung neben Fabian Schär zu verteidigen versuchte, klare Worte: «Es gibt nichts schönzureden. Aber wenn jeweils eine Welle von fünf bis sechs Spielern auf dich zuläuft, wird es schwierig.»

Frei sagte, die Niederlage sei ernüchternd, aber die Schweiz habe schon mehrfach bewiesen, dass sie es könne. Und natürlich: «Wenn du verlierst, geht das Selbstvertrauen verloren.» Als die Spieler so durch die Mixed Zone schritten und auch Captain Granit Xhaka abermals betonte, die Wortmeldung zu seiner Position im Mittelfeld sei im Nachgang des Tschechien-Spiels nicht gegen Murat Yakin gerichtet gewesen, sagte ebenjener Trainer:

Yakin: «Es kann nicht immer aufwärtsgehen»

«Es ist eine bittere Niederlage. Aber wir wissen, wie es ist im Sport, im Leben. Es kann nicht immer aufwärtsgehen.» Yakin verteidigte auch gleich seine Rotationen, weil für ihn die Nations League auch dafür da ist, Dinge auszuprobieren. Letztlich bilanzierte der Nationaltrainer nüchtern: «Es war nicht unser Abend. Das muss man akzeptieren. Aber ich bin nicht beunruhigt.»

Zur Beruhigung aller wäre es wohl ideal, wenn in der Nations League nach dem 0:4 in Lissabon am Donnerstag zu Hause in Genf gegen Spanien eine Reaktion erfolgte. Es dürfte schwierig werden. Aber einen Ronaldo haben die Iberer nicht in ihren Reihen.