Die zweite Hälfte der Mission Aufstieg in die Promotion League ist gestartet: Am Montag hat der Erstliga-Tabellenführer FC Solothurn die Vorbereitung für die Rückrunde aufgenommen. Die beginnt für die Solothurner am 3. März mit dem Auswärtsspiel bei der GC-Reserve. Nach 14 von 22 Meisterschaftsspielen führt der FCS die Tabelle mit einem Punkt Vorsprung auf den FC Black Stars an. GC II auf dem dritten Platz liegt drei Punkte zurück.

Zu grossen Veränderungen im Vergleich zur Hinrunde kommt es im Kader der Solothurner nicht. Transfers seien nicht nötig, meint Hans-Peter «Bidu» Zaugg, Sportchef und Coach: «Ich bin generell kein Fan davon, im Winter viele Anpassungen vorzunehmen. Und die Spieler haben sich den Kredit mit ihren Leistungen in der Vorrunde und den neun Siegen aus den letzten zehn Spielen verdient. Es gibt also keinen Bedarf, alles auf den Kopf zu stellen.»

Alternative für die Offensive

Raphael Koch, der erst für die Vorrunde zugesagt hat, bleibt beim FCS. «Das ist ein sehr positives Zeichen», freut sich Zaugg. Zurück im Team ist Noel Anderegg. Der 20-jährige Verteidiger absolvierte während der Vorrunde die RS und lief für den FC Grenchen 15 in der 2. Liga auf, um im Rhythmus zu bleiben.

«Steven Ukoh könnte in der Rückrunde ebenfalls wieder für uns spielen», lässt Zaugg einen weiteren Rückkehrer durchblicken. Der 27-jährige Offensivspieler kam 2017 zum FC Solothurn, wechselte im Sommer 2018 zum FC La Chaux-de-Fonds in die Promotion League. «Ich denke, dass wir uns einig werden», kommentiert Zaugg den Transferstatus des Schweizers mit nigerianischen Wurzeln. «Er wäre eine gute Variante für die Offensive», sagt Zaugg weiter. «Als Alternative für Stürmer Loic Chatton, aber auch für die Aussenbahn.» Etwa für Massimo Veronica, den Hüftprobleme plagen. Zaugg ist sicher: «Steven könnte in der Rückrunde Gold wert sein für uns.»

Asani plagen die Schmerzen

Verzichten muss das FCS-Fanionteam weiterhin auf Edonis Asani, der auf diese Saison hin vom BSC Oldy Boys Basel nach Solothurn wechselte. Wegen einer hartnäckigen Reizung in der Schambeingegend fiel der 20-Jährige bereits die gesamte Vorrunde aus. «Er ist jetzt zwar wieder im Training, wir sind aber nicht hundert Prozent sicher, ob es geht. Die Schmerzen seien erträglich, aber Edonis rennt immer noch von einem Arzt zum anderen, weil ihm keiner wirklich helfen kann», so Zaugg. Dafür hat Torhüter Jeffrey Grosjean seine Schulterverletzung auskuriert und auch Bruder Waylon ist wieder fit.

Im Probetraining bei den Solothurnern ist Patrick Riesen. Der 22-Jährige lief in der Vorrunde für Subingen in der 2. Liga inter auf und spielte sich mit seinen Leistungen auf den Radar des FCS-Sportchefs. «Er hat eine sehr gute Vorrunde gezeigt bei Subingen und macht jetzt mal die Vorbereitung mit uns mit. Dann schauen wir, ob er einer für die Rückrunde sein könnte. Wenn wir aber sehen, dass er bei uns gar nicht zum Zuge kommen würde, dann holen wir ihn auch nicht», stellt Zaugg klar.

Trainingslager auf Gran Canaria

Am 26. Januar trägt der FC Solothurn sein erstes Testspiel aus. Um 14 Uhr im heimischen Stadion gegen den FC Köniz aus der Promotion League. «Wir wollten bewusst zuerst zwei Wochen trainieren, bevor wir das erste Mal testen», sagt Zaugg. Die weiteren Gegner in der Vorbereitung sind der FC Breitenrain und der FC Münsingen, die beide ebenfalls eine Liga höher spielen.

Vom 19. bis 26. Februar steht dann das Trainingslager auf Gran Canaria an. Nach der Rückkehr testet der FC Solothurn noch gegen den FC Grenchen 15 (2. Liga) und den Liga-Konkurrenten SC Zofingen, gegen den die Solothurner bereits beide Meisterschaftsspiele absolviert haben.

Das Ziel ist klar

Das Ziel der Solothurner ist klar. Sie wollen zum dritten Mal in Folge um den Aufstieg in die Promotion League mitreden. Dafür ist ein Platz unter den besten zwei Teams nötig. «Wir sind zuversichtlich, dass wir das schaffen», blickt «Bidu» Zaugg voraus. «Wir haben eine gute Mannschaft und werden alles daransetzen, wieder in die Aufstiegsspiele zu kommen.» Zaugg ist sich aber bewusst, dass es trotz momentanem Spitzenplatz kein Selbstläufer wird: «Ich denke da an Biel, GC oder auch die Black Stars, welche alle das gleiche Ziel wie wir verfolgen. Damit wir dieses erreichen, müssen wir eine sehr gute Rückrunde spielen.»